Aller.Land »Jugend beteiligt: Ideen für morgen!«
Der Landkreis Vorpommern-Greifswald ist eine von 30 geförderten Regionen des Förderprogramms Aller.Land. Das Vorhaben arbeitet im Verbund mit der Vorpommerschen Landesbühne Theater Anklam und der Heimvolkshochschule
Lubmin, ein weiterer strategischer Partner ist das Kulturlandbüro und weitere Projekte im Landkreis, die inhaltlich Jugendbeteiligung verfolgen.Das Vorhaben verfolgt mehrere zentrale Ziele, um die Region nachhaltig zu stärken und die Gemeinschaft zu fördern. Ein Schwerpunkt liegt darauf, Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben und ihre Selbstwirksamkeit zu stärken. Derzeit sind Partizipationsstrukturen wie Schülervertretungen und der Kreisschülerrat nur unzureichend entwickelt, und es fehlt Jugendlichen an Ansprechpartnern, Coachings und Netzwerkmöglichkeiten. Ziel ist es, Jugendliche aktiv in Entscheidungsprozesse einzubinden und ihnen die nötigen Ressourcen und Schulungen bereitzustellen, um ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten voll auszuschöpfen und die Partizipationsstrukturen im Landkreis zu stärken.
Ein weiteres Ziel ist es, kulturelle Bildung als Mittel zur persönlichen Entwicklung und Gemeinschaftsbildung zu etablieren. Viele Jugendliche haben bislang keinen Zugang zu Kunst- und Kultureinrichtungen, sei es aufgrund fehlender Mobilität, mangelnder Themenrelevanz oder eines veralteten Images dieser Institutionen. Das Projekt möchte Kunst und Kultur als Ausdrucksmittel, als Werkzeug für Gemeinschaftsbildung und als Bestandteil regionaler Identität erfahrbar machen. Jugendliche sollen kreative Methoden kennenlernen und anwenden, um ihre Perspektiven
sichtbar zu machen. Gleichzeitig sollen kulturelle Einrichtungen für die Zielgruppe zugänglicher und attraktiver gestaltet werden. Ein drittes Ziel ist die Stärkung der Gemeinschaft in der Region. In vielen Dörfern fehlen Begegnungsräume, die Dorfgemeinschaft ist brüchig, und Jugendliche fühlen sich nicht ausreichend eingebunden. Es sollen Begegnungsorte geschaffen werden, die für alle Generationen attraktiv sind, wobei die Jugend aktiv in die Gestaltung und Belebung dieser Räume einbezogen wird. Ziel ist es außerdem, eine engere Verbindung zwischen alteingesessenen und zugezogenen Bewohnern zu fördern und gemeinsam an einer zukunftsfähigen Dorfstruktur zu arbeiten.
Die Arbeit orientiert sich an vier zentralen Punkten:
- Bedarfsorientierung: Die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und Jugendlichen stehen im Mittelpunkt und bestimmen die Gestaltung der Maßnahmen.
- "Künstlerische Methoden: Kunst und Kultur sollen als Werkzeuge für Ausdruck, Kreativität, Partizipation und Gemeinschaft genutzt werden und Raum und Möglichkeit schaffen JUGENDKULTURORTE zu etablieren. Das sind selbstorganisierte Kulturprojekte von Kindern und Jugendlichen in den Gemeinden mit Kulturschaffenden und Partnern aus der „Erwachsenenwelt“.
- Partizipation und Vernetzung: Jugendliche werden aktiv in Entscheidungen eingebunden, und es wird auf eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen und Fachkräften gesetzt.
- Nachhaltigkeit: Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, die langfristig bestehen, wie funktionierende Netzwerke, stärkere Partizipationsstrukturen und Begegnungsorte, die auch über das Projektende hinaus tragfähig bleiben.
Diese Ziele und Orientierungspunkte sollen dazu beitragen, Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt zu rücken, die Gemeinschaft zu stärken und kulturelle Teilhabe in der Region nachhaltig zu fördern. Projektleitung
Sofia Eisbrenner
40.1 SG Bildung und Schulentwicklungsplanung
Projektmanagerin Kultur
Jahnstraße 1 – 4
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Raum: 101