Kommune - Frauen in die PolitikFrauenNetzwerkgründung Insel Usedom/WolgastMittwoch, den 28.01.2026 um 18:00 Uhr im Seetelhotel NAUTIK, 17459 Koserow, Triftweg 4 Interessierte Frauen können sich unter: FrauenNetzwwerkiuw@gmail.com anmelden. Neues Projekt Frauen.Vielfalt.Politik.Frauen sind in der Kommunalpolitik stark unterrepräsentiert: Der Frauenanteil in kommunalen Vertretungen liegt im Durchschnitt bei etwa 30 Prozent und variiert stark – in den ländlichen Regionen ist er häufig niedriger. Die Gründe dafür sind vielfältig: Kommunalpolitisches Engagement kostet Zeit und Geld – beides steht Frauen in der Regel weniger zur Verfügung als Männern. Zugangsbarrieren zeigen sich in schwierigen Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Engagement, Familie und Beruf wie auch in stereotypen Geschlechterrollen, die zu Ausgrenzung und Abwertung von Frauen führen. Zusätzlich wird das Klima in kommunalen Vertretungen und in der Öffentlichkeit rauer und Kommunalpolitikerinnen sehen sich mit persönlichen, sexistischen und rassistischen Beleidigungen und Bedrohungen konfrontiert. Ziel des Projekts Frauen.Vielfalt.Politik. ist es daher, strukturelle Hürden für die politische Beteiligung von Frauen abzubauen und die Rahmenbedingungen in der Kommunalpolitik inklusiver zu gestalten. Es zeigt, wie politische Teilhabe vielfältiger werden kann, und orientiert sich an verschiedenen Lebensrealitäten wie etwa von Frauen mit Migrationsgeschichten, Alleinerziehenden, jungen Frauen und Nichtakademikerinnen. So stärkt es die Demokratie durch mehr Vielfalt in der Kommunalpolitik. Bundesfrauenministerin Karin Prien: „Eine Demokratie ist dann vollständig und wehrhaft, wenn alle Stimmen gehört werden – und das bedeutet, Frauen in der Politik nicht nur zuzulassen, sondern aktiv zu fördern. Auch der Koalitionsvertrag bekennt sich klar zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Mit dem Projekt Frauen.Vielfalt.Politik. stärken wir die politische Teilhabe von Frauen in Deutschland und wollen insbesondere den Anteil von Frauen in der Kommunalpolitik erhöhen.“ Frauen in ihrer Vielfalt für eine starke DemokratieSo vielfältig die Gründe der politischen Unterrepräsentation – so vielseitig sind die Lösungen, die direkt in den Kommunen umgesetzt werden können. Die Angebote des Projekts Frauen.Vielfalt.Politik. richten sich an Amts- und Mandatsträger:innen, Gleichstellungsbeauftragte sowie Verwaltungen, Verbände und Parteien und unterstützen sie, den Anteil von Frauen in der Kommunalpolitik zu erhöhen. Kathrin Mahler Walther, Vorstandsvorsitzende der EAF Berlin: „Die repräsentative Demokratie basiert auf dem Prinzip, dass die Perspektiven aller Menschen in politische Entscheidungen einfließen. Wenn aber bestimmte Bevölkerungsgruppen über einen längeren Zeitraum hinweg deutlich unterrepräsentiert sind, haben wir ein Repräsentationsproblem. Das schwächt die Demokratie. Denn diese ist nur so stark wie die Vielfalt der in ihr vertretenen Stimmen. Mit dem Projekt setzen wir uns unmittelbar für die Stärkung der Demokratie in unserem Land ein.“ Frauen auf dem Land: Sehr engagiert, aber selten im AmtKommunalpolitik gestaltet das Leben der Menschen vor Ort sehr unmittelbar. Und die ländliche Entwicklung wird maßgeblich auf kommunaler Ebene gestaltet. Zentrale Entscheidungen betreffen Frauen in ihren Lebensrealitäten in besonderem Maße: Etwa wie Betreuungsangebote gestaltet werden oder ob es wohnortnahe Pflegeeinrichtungen und medizinische Versorgung gibt, welche sozialen und kulturellen Angebote umgesetzt werden, wie verlässliche Mobilitätskonzepte und eine tragfähige digitale Infrastruktur aussehen – all das sind wichtige Themen für Frauen, die oft den Großteil der Verantwortung für familiäre Sorgearbeiten und soziales Engagement vor Ort übernehmen. Deshalb legt das Projekt einen besonderen Fokus darauf, Lösungen zur Verfügung zu stellen, die gerade für ländliche Räume und ihre Bedingungen passen. Unter anderem bildet es kommunalpolitisch aktive bzw. erfahrene LandFrauen zu Multiplikatorinnen für Frauen in der Kommunalpolitik aus. Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes: „Gerade Frauen wissen um die besonderen Herausforderungen in ländlichen Regionen. Daher ist es wichtig, dass sie auf entscheidenden politischen Positionen vertreten sind und sich in die Entscheidungen vor Ort einbringen. Dafür müssen wir bestehende Barrieren abbauen und bessere Rahmenbedingungen schaffen. LandFrauen sind durch ihr ehrenamtliches Engagement in ihren Kommunen gut vernetzt. Sie sind daher prädestiniert für die Rolle als Multiplikatorinnen für mehr Frauen in der Kommunalpolitik." Mehr über das Projekt: Gründungsveranstaltung des Frauenpolitischen Stammtisch UER war ein voller ErfolgDie Gründungsveranstaltung des Frauenpolitischen Stammtischs UER war ein großer Erfolg. Rund 30 engagierte Frauen kamen zusammen, um ein klares Statement für mehr Frauen in kommunalen Gremien abzugeben. Die Veranstaltung bot eine Plattform für den Austausch und die Diskussion über zentrale politische Themen, die die Region betreffen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen wichtige Anliegen wie der Ausbau und die Förderung der Mobilität im ländlichen Raum, die Verbesserung von Freizeitangeboten in den Gemeinden, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung sowie die Schaffung gewaltfreier Räume. Diese Themen wurden von den Teilnehmerinnen als zentrale Ziele für eine zukunftsfähige und inklusive Gesellschaft hervorgehoben und sollen in den kommenden Treffen weiter vertieft werden. Die Teilnehmerinnen sind entschlossen, die erarbeiteten Ziele weiter zu verfolgen und konkrete politische Veränderungen anzustoßen. Ein herzlicher Dank wurde den Organisatorinnen Romy Tölk und Anna Lisa Ahlsleben vom CJD, Kati Kunis von der GWW, Frau Dürhagen-Pirwitz, Geschäftsführerin der LandFrauen MV, sowie der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Vorpommern-Greifswald, Susanne Sacher, für ihren engagierten Einsatz und ihre wertvolle Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltung ausgesprochen. Ebenso wurde Frau Quandt, ehemalige Bundessprecherin der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten (BAG) und Projektverantwortliche für das Aktionsprogramm der BAG, gedankt. Der Landrat, dem es als Vorsitzendem der Steuergruppe eine ‚Herzensangelegenheit‘ war, an dem Aktionsprogramm teilzunehmen, versicherte in seiner Grußbotschaft, dass der Politikführerschein auch im Jahr 2025 fortgesetzt wird. Die Gleichstellungsbeauftragte nutzte die Veranstaltung, um auf das drängende Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen und das Bewusstsein dafür zu schärfen. Sie betonte, dass wir es nicht zulassen dürfen, dass Frauen Gewalt erfahren und gleichzeitig keine ausreichend zugänglichen Beratungsstellen zur Verfügung stehen. Im Rahmen der Antigewaltwoche finden zahlreiche Aktionen statt, die auf dieses wichtige Thema hinweisen und die Menschen für dieses gesellschaftliche Problem sensibilisieren. FrauennetzwerkeFrauennetzwerk - Treffen des Frauenstammtisch Liebe Frauen, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, wir laden euch zum Treffen des Stammtisches ein! Gemeinsam möchten wir eine Plattform schaffen, um uns regelmäßig über politische Themen auszutauschen, Ideen zu entwickeln und gemeinsam Veränderungen anzustoßen. Unsere Vision ist es, ein starkes Netzwerk zu bilden, in dem Frauen sich gegenseitig unterstützen, vernetzen und gemeinsam politisch aktiv werden können. Unser Stammtisch richtet sich an alle Frauen, die sich für gesellschaftliche und politische Themen interessieren und sich einbringen möchten. Datum: 10. Juli 2025 Der Abend bietet die Gelegenheit, uns in entspannter Atmosphäre kennenzulernen, über aktuelle Themen zu diskutieren und Möglichkeiten der politischen Beteiligung auszuloten. Lasst uns zusammenkommen und gemeinsam eine starke Stimme für Frauen in der Politik sein! Ihr Organisationsteam |
| 27.09.2018 |
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