Badewasserqualität | Blaualgen und Vibrionen
Beim Gesundheitsamt registrierte Badegewässer werden innerhalb der Badesaison in regelmäßigen Abständen geprüft: Dafür werden die Badestellen bereits kurz vor und während der Badesaison genauestens begutachtet und beprobt.
Die Notwendigkeit der Überwachung ergibt sich aus den ständig wechselnden Einflüssen auf die Badegewässer, wie zum Beispiel Stürme, Starkregen oder vermehrtes Auftreten von Wasservögeln. Oft tritt die Beeinflussung nur kurzzeitig auf. Sie kann aber auch länger anhaltend oder wiederkehrend sein. Für Badegäste mit Vorerkrankungen können solche Einflüsse möglicherweise mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein.
Vibrionen
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es ein landesweites Untersuchungsprogramm zum Vorkommen für Vibrionen. Dafür nehmen die Gesundheitsämter an sieben Abschnitten in MV regelmäßig Proben, auch im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Im LAGuS werden die Wasserproben anschließend untersucht. Während der Sommermonate erfolgt die Probenentnahme alle 14 Tage. Werden Infektionen gemeldet, werden zusätzliche Wasserkontrollen durchgeführt.
Gefährdete Personen - Risikogruppen
- Menschen ab ca. 60 Jahren, da deren Immunsystem generell schwächer wird allgemein immungeschwächte Menschen, zum Beispiel
- wegen einer Chemotherapie
- Menschen mit chronischen Vorerkrankungen, wie Lebererkrankungen (z. B. Leberzirrhose, Hepatitis)
- Diabetes mellitus
- Herzerkrankungen
- Krebserkrankungen
Besonders Personen, die offene Wunden haben, die schlecht oder gar nicht verheilen, sollten das Baden oder Wasserwaten in offenen Gewässern entlang der Küsten meiden. Auch bei kleinsten Verletzungen sollten Menschen mit einem schwachen Immunsystem lieber auf das Baden verzichten.
Sobald sich Beschwerden zeigen, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Dieser sollte unbedingt erfahren, dass die Symptome nach dem Baden oder Waten zum ersten Mal aufgetreten sind, um eine Vibrionen-Infektion als mögliche Ursache zu erkennen.