LSBTTIQ*
Was ist der Intersex Awareness Day?
Der Intersex Awareness Day findet jährlich am 26. Okober statt. Dieser Tag soll die Sichtbarkeit und Akzeptanz von inter* Menschen in der Gesellschaft fördern und bietet die Chance, auf Forderungen von inter* Communities aufmerksam zu machen.
Den meisten Babys wird bei der Geburt eines der Geschlechter männlich oder weiblich zugewiesen; wenn das nicht geht, häufig aufgrund von körperlichen Merkmalen wie Anatomie, Genetik, Chromosomen oder Hormonen, sind die Neugeborenen inter*.
Noch immer können bei inter* Kindern geschlechtszuweisende Operationen durchgeführt werden, denn das Gesetz, das im März letzten Jahres verabschiedet wurde, lässt zu viele Ausnahmen offen und schützt Kinder nicht ausreichend vor solchen Eingriffen. Inter* Personen fordern, dass, solange keine lebensbedrohlichen Umstände eine Operation fordern, keine Operationen durchgeführt werden dürfen. Die Ärzt*innen sollen die Eltern und die betroffene inter* Person über alle Risiken von Eingriffen oder deren Unterlassung lückenlos aufklären müssen. Die Aufklärung muss schriftlich dokumentiert werden und den Betroffenen mit ihrer Krankenakte komplett zur Verfügung stehen, fordert auch der Verein Intergeschlechtliche Menschen e.V.
Um Diskriminierung im Alltag zu reduzieren, fordern inter* Personen die Thematisierung von inter* in Schulen und Berufsausbildungen. Vor allem in medizinischen und sozialen Berufen muss das Personal über die Lebensrealitäten und Bedürfnisse von inter* Personen informiert sein. In der Schule kann in Biologie, Sexualkunde und sozialen Fächern das Thema Geschlecht und Geschlechtsvarianten behandelt werden, um auch nicht betroffene Personen aufzuklären und Vorurteile gegenüber inter* Personen abzubauen.
QUBE. QUEERE BILDUNGS- UND ANTIDISKRIMINIERUNGSARBEIT IN M-V
Stralsunder Str. 10, 17489 Greifswald