Alleen für die Biodiversität, INT 142Aleje jako ostoje bioróżnorodnościOchrona alej przydrożnych jako korytarzy ekologicznych i siedlisk przyrodniczych w celu zachowania bioróżnorodności na terenie województwa zachodniopomorskiego oraz powiatu Vorpommern-Greifswald. Alleen als Refugialgebiete der BiodiversitätDer Schutz der Straßenalleen als ökologische Korridore und Habitate zur Erhaltung der Biodiversität in der Woiwodschaft Zachodniopomorskie und im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Mecklenburg Vorpommern ist nach Brandenburg das alleenreichste Bundesland. Alleen sind ein Stück wertvolles Kulturgut, das für die einheimische Bevölkerung Verbundenheit mit der Geschichte der örtlichen Landnutzung stiftet. Imposante, alte Alleen beeindrucken mit ihrer Schönheit und sind wichtiges Habitat oder verbindende Struktur für viele gefährdete Tierarten. Projektpartner
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SCHUTZ DER ALLEENDas Projekt möchte sich dem Rückgang der Alleen in Westpolen und Ostdeutschland entgegenstellen. Noch gibt es in Polen keinen weitreichenden Alleenschutz, wie in Deutschland, wo Alleen nach Bundesnaturschutzgesetz geschützte Landschaftselemente sind. Dieses wird in M-V durch das Naturschutzausführungsgesetz (NatSchAG M-V § 12 und § 19) sowie durch den Alleenerlass konkretisiert. Die landschaftsprägenden Elemente sind durch mangelnde Pflege, Baumaßnahmen und ackerseitiges Anpflügen, trotz der gesetzlichen Sicherung in ihrer Existenz bedroht. FUNKTIONEN VON ALLEEBÄUMENGerade alte Alleebäume haben viele wichtige ökologische Funktionen. Sie reduzieren Wind und direkte Sonneneinstrahlung auf den Boden, dienen als Habitat für viele geschützte Arten wie Fledermäuse, Vögel, Käfer oder Flechten und stellen Wanderungskorridore für diese in der intensiv genutzten Kulturlandschaft dar. Auch der Tourismus profitiert von der Vielseitigkeit, die Alleen in die Landschaft einbringen. So kommt zum Beispiel Radfahrern der Schattenwurf der mächtigen Baumkronen zu Gute. PROJEKTINHALTZusätzlich zu praktischen Maßnahmen, möchte das Projekt Aufklärung in Sachen Alleenschutz und Baumpflege leisten. Aus der Kooperation zwischen den Partnern sollen Konferenzen, Studienreisen und praktische Übungen für die Straßenbauverwaltungen hervorgehen, um die Sensibilität für die Wertigkeit von Bäumen zu stärken. Hierbei soll auf aktuelle Pflegemaßnahmen als Teil des Projektes, aufmerksam gemacht werden. Für die langfristige Sicherung der Baumbestände werden ein Alleenentwicklungskonzept sowie Fachgutachten zu besonders geschützte Artengruppen in Auftrag gegeben. Bei ersterem sollen auch besonders schützenswerte und neu zu pflanzende Alleen ausgewiesen werden. Die Fachgutachten sind für fünf Artengruppen (Fledermäuse, Vögel, Käfer, Flechten/Moose und Pilze) zu erstellen und sollen auch Argumente für den Schutz alter Bäume liefern. Dieses gewonnene Wissen soll auch in zukünftige Pflegemaßnahmen einfließen. OUTPUTSProjekthauptziel sind Erhaltung und Schutz der Biodiversität von Straßenalleen als wertvolle Habitate und ökologische Korridore. Es gibt eine große Diskrepanz im Landkreis Vorpommern-Greifswald, zwischen den Altersstrukturen der Altbaumbestände die zwischen 90 und bis zu 200 Jahre alt seien können, und denen der "Jungbäume" welche seit ca. 1990 gepflanzt wurden. Je älter die Bäume die Alleen bilden, desto größer ist die Anzahl der dort vorkommenden Organismen. Deswegen ist es das Hauptanliegen den gesundheitlichen Zustand der alten Alleebäume zu erhalten. Hiermit geht eine Stabilisierung der Aufenthaltsorte der Tierarten, von denen Bäume als Niststätten, Futterstätten, Zufluchtsorte oder Wanderstrecken genutzt werden, sowie im Vorkommen von Flechten und Pilzarten, welche an einzelstehende Altbäume gebunden sind, einher. An zweiter Stelle muss eine Kontinuität in der Neuanpflanzung gegeben sein um in Zukunft eine Homogenität in den Altersstrukturen zu erreichen. An einer grenzüberschreitenden Straße wird eine solche Allee geplant. Je 50 Jungbäume sollen hierfür an der polnischen sowie an der deutschen Seite gepflanzt werden. Die Allee wird vor allem einen symbolischen Charakter haben – bei der lokalen Bevölkerung sowie den deutschen und polnischen Bürgern, die die Grenze überqueren, bewirkt das Bild der verbindenden Allee einen positiven Eindruck als Symbol der Verbindung der Völker Europas. Dieses Projekt wird durch die Europäische Union aus Mitteln des Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. |
| 30.01.2020 |
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