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Landkreis Vorpommern-Greifswald

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Landschaftsschutzgebiete (LSG)

Nachfolgend finden Sie die Landschaftsschutzgebiete (LSG) in alphabetischer Reihenfolge.

Die Änderungsverordnungen zu den Landschaftsschutzgebietsverordnungen sind bei den Bekanntmachungen zu finden.

LSG 145 Am Randow Bruch

LSG Am Randow-Bruch
LSG Am Randow-Bruch

Lage:

Nördlich von Rothenklempenow bis Glas­hütte und von den Borkener Wiesen (nördlich vom Weidehof) im Westen bis zur polnischen Grenze im Osten

Größe:

4.200 ha

Unterschutzstellung:

01.04.2011

Schutzzweck:

Erhaltung, Pflege und Entwick­lung der naturnahen Landschaftsstrukturen als Lebensraum bedrohter Pflanzenarten sowie von Greifvögeln, Höhlenbrütern, Großvögeln und Li­mikolen

Beschreibung:

Große Teile der Landschaft wur­den in der Kolonialzeit vor 250 Jahren und den damit verbundenen Siedlungs- und Produktions­abläufen gestaltet. Ökologisch besonders wert­volle Biotope wie Feuchtwiesen, Moore sowie Altholzinseln, Altbäume und Offenlandbereiche gehören zu den historisch gewachsenen Land­schaftsstrukturen des LSG. Mit dem Latzigsee am Rande der Randowniederung sowie dem Thur­see südlich der Gottesheide befinden sich zwei Seen im LSG. Stark gefährdete Pflanzenarten wie Sumpf-Sitter (RL 2), Sumpf-Knabenkraut (RL 1), Steifblättriges Knabenkraut (RL 2), Sumpf-En­zian (RL 1) und Teufelsabbiss (RL 2) sowie das Vorkommen seltener Vogelarten, wie Kranich, Schreiadler (RL 1), Seeadler, Großer Brachvogel (RL 1), Mittelspecht, Hohltaube und Blaukehl­chen, unterstreichen die herausragende Bedeu­tung dieser Landschaft.

Öffentliche Nutzung:

Von Boock führt ein Radweg über die Straße Löcknitz – Glashütte und zurück über Pampow und Mewegen durch das Gebiet. An der Nordostspitze des Latzigsees befindet sich eine Beobachtungskanzel. Von Pampow aus ist der Thursee erschlossen.

LSG 30b Brohmer Berge/ Rosenthaler Staffel

LSG Brohmer Berge/ Rosenthaler Staffel
LSG Brohmer Berge/ Rosenthaler Staffel

Lage:

Westlich von Jatznick bis Brohm sowie nördlich von Rosenthal bis zum Galenbecker See.

Größe:

11.300 ha

Unterschutzstellung:

1962, Erweiterung 30.10.1990

Schutzzweck:

Erhaltung und Entwicklung na­turnaher Lebensräume in einem Biotopverbund und Erhaltung des hohen Erholungswertes die­ser Landschaft.

Beschreibung:

Zum Schutzgebiet gehören Res­te naturnaher, blockbestreuter Weideflächen und regenerierbarer Niedermoorwiesen im Umland des Galenbecker Sees, nährstoffarme Kiefern­wälder mit botanischen Besonderheiten, Reste naturnaher Buchenwälder in den Brohmer Ber­gen sowie Kleinstlebensräume wie Hecken, Tro­ckenrasenflächen, Kuppen und Kleingewässer.

Öffentliche Nutzung:

Von der Straße Strasburg– Rothemühl führt ein Wanderweg über eine Kuppe durch Laubmischwälder zum Schmiede­grundsee, an dem sich eine Badestelle befindet.

LSG 142 Greifswalder Bodden

LSG Greifswalder Bodden
LSG Greifswalder Bodden

Lage:

Gesamte Wasserfläche des Greifswalder Boddens von Südost-Rügen entlang der Küste über die Insel Riems bis zur Greifswalder Oie im Osten.

Größe:

56.522 ha

Unterschutzstellung:

10.12.2008

Schutzzweck:

Erhaltung und Verbesserung der Lebensräume und sonstigen Bedingungen  für die in dem Gebiet in besonders bedeutsamen Konzentrationen vorkommenden Vogelarten; Erhaltung und Verbesserung des natürlichen Wasserkörpers des Boddens und einer natürli­chen standorttypischen Unterwasservegetation und -fauna als Nahrungsgrundlage zahlreicher Vogelarten; Erhaltung und Verbesserung der natürlichen Küsten-, Gewässer und Sedimentdy­namik; Erhaltung ruhiger und unzerschnittener, störungsarmer sowie von Bebauung frei gehalte­ner Vogellebensräume.

Beschreibung:

Der Greifswalder Bodden ist mit einer Tiefe von bis zu 13 m das markantes­te vorpommersche Boddengewässer. Charakte­ristisch für das Gebiet ist eine stark gegliederte Boddenküste mit den tief in das Umland grei­fenden Wieken und den zahlreichen Halbinseln. Der Wechsel von Steil- und Flachküsten schafft in Verbindung mit vielen Strandseen ein unver­gleichliches Landschaftspanorama. Das Gebiet ist Rast- und Schlafplatz sowie Brut-, Überwin­terungs- und Nahrungsgebiet zahlreicher gefähr­deter Vogelarten.

Öffentliche Nutzung:

Das Gebiet kann was­serseitig vom Boot aus sowie landseitig entlang zahlreicher Strandabschnitte zu Fuß erlebt wer­den. Auf Initiative des WWF („World Wide Fund For Nature“) haben sich Segler, Angler, Kanuten, Ruderer, das Umweltministerium von Mecklen­burg-Vorpommern und der WWF auf gemein­same Richtlinien zum Naturschutz in den Bod­dengewässern geeinigt, die in einer freiwilligen Vereinbarung geregelt sind.

LSG 34 Haffküste

LSG Haffküste
LSG Haffküste

Lage:

Das LSG umfaßt zwei Teilgebiete an der Haffküste und in der nördlichen Ueckermünder Heide. Ein Bereich liegt zwischen Leopoldsha­gen und Ueckermünde und ein Gebiet erstreckt sich östlich von Ueckermünde bis zur polnischen Grenze sowie südlich bis Glashütte.

Größe:

258.430 ha

Unterschutzstellung:

15.04.1962, Erweiterung 23.04.1993, Änderung 30.11.2011

Schutzzweck:

Schutz und Erhalt charakteris­tischer Landschaftsformen, die in enger öko­logischer und geomorphologischer Beziehung zueinander stehen.

Beschreibung:

Das Landschaftsschutzgebiet umfasst naturnahe Uferbereiche des Stettiner Haffs mit Überflutungseinfluss und Brackwas­serröhrichten sowie zum größten Teil entwäs­serten Feuchtgrünlandflächen, küstennahe Bin­nendünen, Teile von Durchströmungsmooren der Flusstäler von Uecker und Zarow, Kessel­moore, Bruchwälder und Kiefernforste sowie naturnahe Kiefernwälder.

Öffentliche Nutzung:

Am Haff befinden sich attraktive Seglerhäfen, wie in Mönkebude oder Ueckermünde. In Eggesin ist ein Wasserwan­derrastplatz eingerichtet. Über das Wegesys­tem ist das Gebiet gut erschlossen und begeh­bar.

LSG 82 Insel Usedom und Festlandgürtel

LSG Insel Usedom und Festlandgürtel
LSG Insel Usedom und Festlandgürtel

Lage:

Insel Usedom und angrenzender Festland­gürtel am Peenestrom zwischen Klotzow und Spandowerhagen.

Größe:

36.626 ha

Unterschutzstellung:

19.01.1996, mehrere Ver­ches

Schutzzweck:

Erhaltung der hohen Qualität der Kulturlandschaft mit vielfältig ausgeprägten Küs­ten, reizvollen Ausblicken, naturnahen Wäldern und strukturreichen Offenlandbereichen; Bewah­rung von charakteristischen Küstenbiotopen; Er­haltung, Pflege und Entwicklung von Gewässer-, Moor- und anderen Feuchtlebensräumen sowie von Trocken- und Magerrasenstandorten; Ver­besserung der Wasserrückhaltung im Boden; Er­haltung der Funktionen der Küstengewässer als herausragende Vogelzugleitlinie.

Beschreibung:

Das abwechslungsreiche Relief des Gebietes ist durch eiszeitliche Formationen und holozäne Ausgleichsprozesse geprägt. Für Nordusedom sind großflächig vermoorte Meer­sandniederungen, Dünen und Hakenbildungen charakteristisch. An der 38 km langen, weitge­hend ausgeglichenen Außenküste Usedoms gibt es markante Endmoränenbildungen, zwischen denen vermoorte Niederungen liegen. Das Thur­bruchbecken mit seinen Seen und dem ausge-dehnten Niedermoor im Südosten der Insel ist von markanten Höhenzügen umgeben. Die In­nenküste mit Peenestrom, Achterwasser und Krumminer Wiek ist stark gegliedert. Die Fest­landbereiche sind durch eiszeitliche Hochflächen, darin eingeschnittene Niederungen und vorgela­gerte Vermoorungen gekennzeichnet.

Öffentliche Nutzung:

Das LSG wird auf viel­fältige Weise als Erholungsgebiet genutzt. Auf zahlreichen Rad- und Wanderwegen kann die Insel Usedom mit ihrer reichhaltigen Biotopaus­stattung erkundet werden.

LSG 90 Landgrabental

LSG Landgrabental
LSG Landgrabental

Lage:

An der Südwestgrenze des Landkreises zwischen Löwitz und Neuendorf B.

Größe:

4.051 ha

Unterschutzstellung:

22.10.1993, Neuverkün­dung am 19.01.1996

Schutzzweck:

Erhaltung der landschaftlichen Schönheit und Eigenart des Landgrabentals mit seinen langgestreckten Niederungsflächen, aus­gedehnten Waldungen und exponierten Hang-kanten, markanten Hängen, Anhöhen und Hangsätteln; Sicherung und Entwicklung der Strukturvielfalt insbesondere von Quellbereichen und Trockenstandorten an den Talhängen; Revi­talisierung des Talmoores.

Beschreibung:

Das Landgrabental ist Bestand­teil des Mecklenburgisch-Vorpommerschen Grenztals, der bedeutendsten geomorpholo­gischen Leitlinie des nordostdeutschen Flach­landes. Die Höhenzüge an den Talrändern im westlichen Teil erheben sich bis ca. 50 m über die Talsohle. Im östlichen Teil erstreckt sich um den Putzarer See eine große Niederung, die von flachen Mergelplatten begleitet wird. Die Torf­mächtigkeiten des Talmoores betragen bis zu 7 Meter. Nach umfassender Begradigung des Landgrabens zwischen 1910 und 1990 wurde seine Fließlänge von ursprünglich 29,5 km auf 19 km verkürzt.

Entwässerungsmaßnahmen auf Niedermoorstandorten haben zu Torfmineralisie­rung und Moorsackung geführt. Weil der Grund­wasserzustrom insbesondere im nördlichen und westlichen Bereich hoch ist, was an zahlreichen Quellen und Hangquellmooren sichtbar wird, kann durch Rückbau von Entwässerungsein­richtungen eine Verbesserung des Bodenwas­serhaushaltes ermöglicht werden. Im Talmoor zwischen Rebelow und Zinzow wurden die standorttypischen hohen Grundwasserstände im Rahmen einer komplexen Kompensationsmaß­nahme der DEGES seit 2007 wiederhergestellt.

Öffentliche Nutzung:

Es gibt einige Rad- und Fußwanderwege, z. B. bei Zinzow, Rebelow und Janow, die zum Landgrabental führen.

LSG 108 Lesesteinwälle bei Sanitz

LSG Lesesteinwälle bei Sanitz © D. Weier
LSG Lesesteinwälle bei Sanitz © D. Weier

Lage:

LSG 108 Lesesteinwälle bei Sanitz.

Größe:

21 ha

Unterschutzstellung:

Beschluss vom 25.05.1978 zur Ausweisung als Flächennatur­denkmal, Verordnung vom 19.01.1996 über das Landschaftsschutzgebiet

Schutzzweck:

Erhaltung der Lesesteinwälle als Lebensraum insbesondere für Farne, Moose und Flechten sowie als landschaftsprägende Flur­abgrenzung; Erhaltung des wertvollen Strauch- und Baumbestandes und des angrenzenden Dauergrünlandes.

Beschreibung:

Die Lesesteinwälle bestehen aus mehreren, 100 bis 200 m langen und durch­schnittlich 0,80 bis 1,10 m hohen und an der Ba­sis ca. 1,30 m breiten Abschnitten. Sie sind nach der Gründung des Kolonistendorfes Sanitz, die im Jahr 1764 erfolgte, entstanden und stellen ein besonderes kulturhistorisches Erbe und eine der wertvollsten Flurabgrenzungen dieser Art im Landkreis Vorpommern-Greifswald dar.


Öffentliche Nutzung:

Ein Feldweg vom süd­westlichen Rand des Dorfes Alt Sanitz führt in das Gebiet.

LSG 40 Löcknitzer See

LSG Löcknitzer See
LSG Löcknitzer See

Lage:

Teile der Gemarkungen Löcknitz und Ramin südöstlich von Löcknitz zwischen Randow und Retziner Straße.

Größe:

320 ha

Unterschutzstellung:

Juni 1962, Festsetzung 06.03.2001, Änderung 12.09.2011

Schutzzweck:

Erhaltung und Entwicklung einer naturnahen Landschaft mit den Löcknitzer Seen und dem slawischen Burgwall am Leichensee zur Sicherung der Erholungsfunktion.

Beschreibung:

Die Landschaft um Löcknitz ist durch abwechslungsreiche Naturteile und eine damit verbundene reiche Tier- und Pflanzenwelt geprägt. Das Gebiet spielt daher eine große Rolle bei der Tourismusförderung.

Innerhalb des LSG befinden sich der Löcknitzer See mit ausgedehnten Verlandungszonen und einer kleinen Insel, der Kleine Löcknitzer See mit ausgeprägten Wasserpflanzengesellschaften und einer Fläche von 3,7 ha, der Retziner Burgwall und der dem Burgwall vorgelagerte Leichensee mit 2,6 ha.

Der Löcknitzer See befindet sich mit einer Flä­che von 44 ha und einer Tiefe von max. 11 m im Zentrum des LSG. Erlen-Eschen-Bruchwälder säumen den See im Süd- und Südostbereich. Das Waldgebiet zwischen Löcknitzer See und Leichen see ist vor allem mit Kiefern- und Kiefern-Eichenmisch wäldern bestockt, im Bereich des Slawischen Burgwalls auch mit Buchenmisch­wald. Weiterhin prägen die Randow, die bis 1972 den See durchströmte und dann verlegt wurde, sowie Wiesen das Gebiet. Im Jahr 2001 wurden mehrere Flurstücke im Bereich der Orts­lage Löcknitz ganz oder teilweise aus dem LSG ausgeklammert und dafür wertvolle Flurstücke im Südteil dazugenommen, darunter ein Tro­ckenstandort mit Federgras.

Bestandteil des LSG ist das Naturdenkmal "Tausendjährige Eiche" am Nordufer des Löcknitzer Sees. Von den hier vorkommenden Tierarten sind beson­ders Fischotter (RL 2) und Biber (RL 3) sowie Kra­nich, Graugans, Eisvogel (RL 3), Nachtigall und Sprosser zu nennen.

Öffentliche Nutzung:

Bedingt durch die gute Anbindung an das Straßen- und Schienennetz wurde der Löcknitzer See bereits im Jahr 1915 Erholungszentrum der Stettiner und Pasewalker Bevölkerung. Badestelle und Campingplatz so­wie ein Wanderweg rund um den Löcknitzer See dokumentieren den touristischen Charakter.

LSG 146 Naturwald Busdorf

LSG Naturwald Busdorf
LSG Naturwald Busdorf

Lage:

Südliche und südwestliche Bereiche des Weitenhägener Waldes bei Busdorf und Neu Dargelin.

Größe:

173 ha

Unterschutzstellung:

16.08.2011

Schutzzweck:

Gewährleistung einer natür­lichen, eigendynamischen Entwicklung des Waldökosystems ohne wirtschaftsbestimmte Nutzung (Naturwaldentwicklung); Sicherung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungs­zustandes durch den Schutz und die Entwick­lung insbesondere der Lebensräume der Wert bestimmenden Vogelarten (Schreiadler (RL 1), Mittelspecht, Schwarzspecht, Zwergschnäpper, Kranich, Schwarzmilan (RL V), Rotmilan und Wes penbussard (RL V). Dazu gehören Schutz, Er­halt und Schaffung beruhigter Bruträume (insbe­sondere von Horst- und Höhlenbäumen) sowie von Nahrungs- und Ruheräumen durch Förde­rung des Alt- und Totholzanteils als wichtigem Bestandteil des Lebensraumes.

Beschreibung:

Das LSG "Naturwald Busdorf" stellt einen Komplex aus überwiegend Erlen- und Erlen-Eschen-Wäldern auf grundwasser- und stauwassergeprägten Standorten dar. Das Gebiet ist Lebensraum zahlreicher gefährdeter Vogelarten.


Öffentliche Nutzung:

Es führen mehrere Wald­wege von Potthagen aus nach Busdorf und in Richtung Grubenhagen.

LSG 42 Pasewalker Kirchenforst

LSG Pasewalker Kirchenforst
LSG Pasewalker Kirchenforst

Lage:

Am südöstlichen Rand der Stadt Pasewalk.

Größe:

790 ha

Unterschutzstellung:

15.04.1962, in Kraft ab 01.10.1963

Schutzzweck:

Erhaltung des Waldgebietes als Erholungsstätte der Bevölkerung und als Lebens­raum seltener Tier- und Pflanzenarten.

Beschreibung:

Das ehemals stadteigene Gebiet wurde 1948 als freie Fläche, die von Sanddünen und trockenen Hügeln durchsetzt war, von der Kirchengemeinde erworben. Dort wurde bald darauf mit Kiefernansaat ein Wald begründet. Baumbestand gab es bis dahin nur in Bereichen des Papenbaches in Form von Bruchwäldern. Heute besteht der Kirchenforst vor allem aus Kiefern verschiedenen Alters. Im Ostteil, vor al­lem in der Nähe des Papenbaches, stocken auch Rot-Buchen und Stiel-Eichen in kleineren Bestän­den. Einst wasserführende Senken sind trocken gefallen.

Der Waldkomplex wird durch die Straße von Pa­sewalk nach Bröllin fast diagonal geteilt. Entlang dieser Straße führte bis 1963 eine Kleinbahnli­nie, von der noch der Bahndamm erhalten ist.

Im Nordwestteil wurde ein größerer Bereich ca. 100 Jahre lang als Truppenübungsplatz genutzt. Mit der Auflösung des Militärstandortes im Jahr 1990 endete die militärische Nutzung. Dies hat zur Folge, dass ausgedehnte Trockenstandorte mit seltenen Pflanzenarten, die durch die mili­tärische Nutzung offen gehalten worden waren, verstärkt verbuschen. Wertvolle Lebensräume befinden sich in den sogenannten „Hellen“ unter der Hochspannungstrasse, mit Heidekrautkom­plexen, Flechten- und Sand-Trockenrasen, die auch mehreren Heuschreckenarten Lebensraum bieten, wie Heidegrashüpfer (RL 3), Gefleckter Keulenschrecke und Blauflügeliger Ödlandschre­cke (RL 2).

Öffentliche Nutzung:

Das LSG wird intensiv als Erholungsgebiet genutzt. Es ist über viele Rad­wege gut erschlossen. Ausgeschilderte Reitwege durchqueren den Westteil. Zwei ausgeschilderte Wanderwege führen über 6 bzw. 9 km durch den Westteil des Forstes.

LSG 91 Radewitzer Heide

LSG Radewitzer Heide
LSG Radewitzer Heide

Lage:

Nördlich der Autobahn A 11 und der Orts­lage Radewitz zwischen Randow und dem Som­merweg Radewitz-Wollin.

Größe:

610 ha

Unterschutzstellung:

27.11.1991

Schutzzweck:

Schutz und Erhaltung der Land­schaft und der Lebensräume bedrohter Tier- und Pflanzenarten; Erhaltung des Erholungszweckes der Landschaft; Erhaltung der Landschaft durch die jahrhundertelange Nutzungsform als Schaf­weide.

Beschreibung:

Die stark wellige Grundmorä­nenlandschaft am Rande des Randowtales zeichnet sich durch ein vielfältiges Strukturge­füge aus, das es zu erhalten gilt. Am östlichen Rand erstreckt sich eine Streuobstwiese mit einer Bachaue und Trockenhängen. In Hangla­ge schließt sich eine Hartholzzone an, die vor allem von Hainbuchen-Stieleichengesellschaften mit einer einzigartigen Formenvielfalt geprägt ist. Auf den Wiesen und Trockenrasenflächen haben u. a. Braunkehlchen und Grauammer, in den Schlehengebüschen Sperbergrasmücke und Neuntöter, im Waldbereich Grauschnäpper und Zwergschnäpper und im Bruchwald Sprosser und Dorngrasmücke ihre Brutreviere. Die kon­tinental geprägte Vegetation ist mit Sibirischer Glockenblume (RL 1), Helmknabenkraut (RL 1), Steppen-Lieschgras (RL 3), Kreuzblümchen (RL 1) und Fieder-Zwenke vertreten.

Öffentliche Nutzung:

Über die vorhandenen Wege kann das Gebiet gut bewandert werden.

LSG 109 Rossiner Wiese

LSG Rossiner Wiese
LSG Rossiner Wiese

Lage:

Am südwestlichen Ortsrand von Rossin.

Größe:

13 ha

Unterschutzstellung:

19.01.1996

Schutzzweck:

Erhaltung der bestehenden Ar­ten- und Strukturvielfalt des Gebietes mit Gras­land und Gehölzbeständen und Erhaltung der Vielfalt und Eigenart des Landschaftsbildes; Er­haltung und Entwicklung der Feuchtwiesen und Magerrasen durch extensive Nutzung.

Beschreibung:

Das Gebiet ist durch Niede­rungsbereiche, Gehölzgruppen und Magerra­senstandorte reich strukturiert und wird durch eine kulturhistorisch wertvolle und landschafts­prägende Feldsteinmauer abgegrenzt.

Öffentliche Nutzung:

Ein Feldweg vom West­rand des Dorfes Rossin führt ins Gebiet.

LSG 74 Tollensetal

LSG Tollensetal
LSG Tollensetal

Lage:

Tollensetal mit angrenzenden Grundmorä­nenplatten zwischen Kessin, über Klempenow, Alt Tellin bis Roidin, der weitaus überwiegende Teil des LSG liegt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Größe:

3.100 ha

Unterschutzstellung:

29.09.1995

Schutzzweck:

Bewahrung eines weitgehend gering zersiedelten Gebietes  vor einer will­kürlichen und landschaftsfremden Bebauung sowie Bewahrung kulturell wertvoller Bauwer­ke und frühgeschichtlicher Bodendenkmale als Elemente der Landschaft und als touristisches Potenzial.

Sicherung und Entwicklung der viel­fältigen natürlichen Landschaftselemente in ihrer Gesamtheit und mit allen Bestandteilen und Erscheinungsformen, wie z.B. Einzelbäu­men, Hecken, Gehölzgruppen, Wäldern, Moo­ren, Ufersäumen, Söllen, Bächen und Quellen in ihrer vernetzten Struktur.

Erhaltung der Le­bensräume der freilebenden Tiere und Pflanzen; Entwicklung und Erhaltung von Uferröhrichten, Feuchtgebieten und Bachtälern, von Wäldern, Mooren, Söllen und von extensiv genutzten Wiesen und Weiden der Tollenseniederung so­wie der Trockenrasen auf Kuppen und Hängen des Tollensetals als Orte vielfältiger und wertvol­ler Biotopstrukturen wegen ihrer Bedeutung für den Naturhaushalt und als Lebensstätte für zum Teil gefährdete Tier- und Pflanzenarten.

Beschreibung:

Das grenzübergreifende LSG "Tollensetal" entstand wie die anderen Flusstal­moore Vorpommerns am Ende der letzten Ver­eisung der Weichseleiszeit vor mehr als 10.000 Jahren und wurde durch die abtauenden Was­sermassen der Gletscher ausgeformt. Typisch für das Gebiet ist eine enge Verzahnung un­terschiedlicher Moortypen und Biotope.

Neben Quellmooren an den Talrändern wird die eigentliche Niederung von großen Durchströmungs­mooren durchzogen, die im naturnahen Zustand nur am Flusslauf periodisch überflutet wurden. Die Talhänge und anschließenden Grundmorä­nenplatten sind durch ein sehr bewegtes Relief geprägt und vielerorts mit wertvollen Trockenra­senbiotopen ausgestattet.

Öffentliche Nutzung:

Die Tollenseniederung ist durch mehrere Wanderwege erschlossen. Die Tollense kann auch mit einem Kanu oder Kajak erkundet werden.

LSG 67a Unteres Peenetal und Peene-Haff

LSG Unteres Peenetal und Peene-Haff
LSG Unteres Peenetal und Peene-Haff

Lage:

Peenetal, Peene-Haff-Moor und angren­zende Räume zwischen Kagenow, Anklam, Lentschow und Bugewitz.

Größe:

15.726 ha

Unterschutzstellung:

27.05.1994, Neuverkün­dung am 19.01.1996

Schutzzweck:

Erhaltung der landschaftlichen Schönheit und Eigenart von Peenetal und Pee­ne-Haff und der angrenzenden flachen bis flach­welligen Ebene mit ihrem natürlichen Relief und ihren vielfältigen eiszeitlichen und nacheiszeitli­chen Oberflächenformen. Dies betrifft auch die Zuflüsse der Peene und mehrere Seen. Wieder­herstellung und Entwicklung der ökologischen Funktionsfähigkeit des Niedermoores; Siche­rung von Feuchtlebensräumen, insbesondere für brütende, durchziehende, rastende und über­winternde Vogelarten; nachhaltige umwelt- und naturschutzgerechte land- und forstwirtschaftli­che Nutzung des Gebietes.

Beschreibung:

Der Moorkomplex des Pee­netals ist mit seinem hohen Anteil naturnaher Moorstandorte in Mitteleuropa einzigartig. Westlich der Stadt Anklam hat die ehemali­ge eiszeitliche Schmelzwasserabflussbahn der Peene ein ausgeprägtes Flusstal mit markan­ten Hängen gebildet. Östlich davon erstreckt sich die weiträumige Niederung des Pee­ne-Haff-Moores.

Das hydrologische System der Peene ist durch ein Gefälle von nur 0,2 Meter auf 104 Fließkilometern, durch Gefälleumkehr bei Anstieg des Wasserspiegels im Haff, durch Brackwassereinfluss sowie durch regelmäßige Überflutung großer Gebiete gekennzeichnet.

Von besonderer Flächenausdehnung und Be­deutung sind Röhrichte, Feuchtwiesen, Seg­genriede, Trocken- und Magerrasen. Auch die Bevorzugung als Zugrastgebiet durch Wasservö­gel und Limikolen macht das Peenetal zu einem "Feuchtgebiet nationaler Bedeutung".

Insbeson­dere landschaftsprägende Hohlformen, naturna­he Bachabschnitte, wertvolle Baumgruppen und Flurgehölze sowie teilweise gut ausgeprägte Waldrandzonen machen die hohe Strukturviel­falt der das Peenetal umgebenden Ebene aus. Die endmoränenartigen Bildungen der Velgas­ter Randlage der Weichselkaltzeit verursachen im Nordosten des Gebietes ein vielgestaltiges Relief und ein besonders schutzwürdiges Land­schaftsbild.

Öffentliche Nutzung:

Im Gebiet sind mehre­re Rad- und Wanderwege vorhanden, z. B. von Bugewitz über Anklam bis zur Insel Usedom. Auf der Bundeswasserstraße Peene sind Entde­ckungstouren mit Booten oder Kajaks möglich.

Weiterführende Informationen zu Schutzgebieten in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.