Bereits fünf Jahre LandIRetter als qualifizierte Ersthelfer im Landkreis Vorpommern-GreifswaldAED-Zubringer-Funktion ergänzt wirksame Ersthilfe ab 1. März 2022 Seit mittlerweile fünf Jahren besteht im Landkreis Vorpommern-Greifswald die Smartphone basierte Ersthelferalarmierung als eine Ergänzung der Rettungskette. Die ehrenamtlichen LandIRetter sind qualifizierte Ersthelfer und Ersthelferinnen, die bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zusätzlich zum Rettungsdienst über ihr Smartphone alarmiert werden. Hinter der Alarmierung steckt eine App, die zum Zeitpunkt des Notfalls alle verfügbaren LandIRetter in der Nähe des Einsatzortes informiert.
Wie funktionieren diese Abläufe, welche sich parallel zur Alarmierung des Rettungsdienstes und vor dessen Eintreffen abspielen: Nun gibt es zum bisherigen Ablauf der Alarmierung eine wichtige Neuerung in der App - nämlich die sogenannte AED-Zubringer-Funktion. Ein AED (Kurzform für automatisierter externer Defibrillator) ist ein wichtiges Gerät für die schnelle Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen mittels eines elektrischen Schocks. Der AED wird mit Klebeelektroden mit dem Brustkorb des Patienten verbunden und analysiert selbstständig den Herzrhythmus. Auf diese Weise werden Rhythmusstörungen, wie beispielsweise Kammerflimmern, erkannt. Um das Herz wieder in den richtigen Takt zu bringen kann der AED einen elektrischen Schock abgeben. Das Herz wird auf diese Weise im Prinzip neugestartet und kann danach in seinem richtigen Rhythmus wieder seine lebenswichtige Funktion erfüllen. Solche Defibrillatoren gibt es in vielen öffentlichen Einrichtungen wie beispielsweise Schwimmhallen oder Shoppingcentern, wo sie im Notfall von Ersthelfern verwendet werden können. Die Geräte sind sehr bedienungsfreundlich und leiten den Ersthelfer durch den Einsatz. Ebendiese AEDs sind nun in Zusammenarbeit mit der Initiative MV SCHOCKT des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Mecklenburg-Vorpommern erfasst und in die LandIRetter-App eingepflegt worden. Befindet sich nahe des Einsatzortes ein registrierter Defibrillator so wird der dritte am Einsatz beteiligte LandIRetter erst zum AED und dann zum Einsatzort geführt. Der AED kann so abgeholt und am Notfallort zur Reanimation eingesetzt werden. Anschließend wird der Defibrillator wieder zurückgebracht und steht dort nach Austauschen der Klebeelektroden für neue Einsätze bereit. |
| 25.02.2022 |
Seiteninhalt