Zweites Telenotarzt-Anwendertreffen in Mecklenburg-Vorpommern: Wachstum, Standards und neue Perspektiven
Heute (19.03.2026) fand im Regionalen Beruflichen Bildungszentrum (RBB) in Greifswald das zweite Telenotarzt-Anwendertreffen in Mecklenburg-Vorpommern statt.
Die Veranstaltung stand im Zeichen einer wachsenden Versorgungsstruktur: Künftig sind sieben Gebietskörperschaften aus Mecklenburg-Vorpommern (alle sechs Landkreise sowie die Landeshauptstadt Schwerin) an das Telenotarztnetzwerk angebunden. Damit profitieren rund 1,3 Millionen Menschen von rund 115 Telenotarzt-Rettungswagen. Die Einsatzzahlen steigen dabei kontinuierlich.
Erneut kamen Fachkräfte aus dem Rettungsdienst, den Leitstellen und den Ärztlichen Leitungen zusammen und gestalteten das Programm aktiv mit. Die Workshops beleuchteten das System aus verschiedenen Blickwinkeln: Von der Analyse konkreter Einsätze über das gemeinsame Verlegungsmanagement und Fragen der Aus- und Fortbildung bis hin zu praktischen Übungen und Sondersituationen wie besonderen Einsatzformen. Impulsvorträge ergänzten die Agenda und gaben Einblicke in Kennzahlen und Entwicklung des Netzwerks sowie aktuelle Weiterentwicklungen im System. Als ein wichtiges Kernthema wurden etwa die rechtlichen Grundlagen und das Haftungsrecht im Einsatz mit dem Telenotarzt erörtert.
„Das Telenotarztnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern entwickelt sich kontinuierlich weiter - fachlich, technisch und strukturell. Veranstaltungen wie diese sind ein wichtiger Teil dieses Prozesses: Sie bringen die betroffenen Menschen zusammen und machen das Netzwerk zukunftsfest", so Prof. Dr. Timm Laslo, Vorsitzender der Lenkungsgruppe Telenotarztnetzwerk M-V und Leiter des Eigenbetriebes Rettungsdienst des Landkreises Vorpommern-Greifswald.