Zertifikate für neue studentische Präventionsfachkräfte
Drei Studierende der Universität Greifswald haben in den vergangenen Wochen ihre Ausbildung zur studentischen (Sucht-)Präventionsfachkraft erfolgreich beendet.
Zum Abschluss erhielten die angehenden Lehrkräfte am vergangenen Freitag (24.04.2026) ein Zertifikat durch den Landkreis überreicht.
Die Ausbildung zur studentischen (Sucht-)Präventionsfachkraft wird bereits seit mehr als zwei Jahrzenten über die Regionalstelle für Suchtvorbeugung und Konfliktbewältigung (RSK) in enger Kooperation mit dem Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Greifswald angeboten. Studierende werden hierbei über einen Zeitraum von zwei Semestern in der Gesundheitsförderung mit dem Fokus der schulischen Suchtprävention ausgebildet. Das Angebot umfasst einen Grundkurs, einen Aufbaukurs und einen Praxiseinsatz. In der Ausbildung setzen sich die angehenden Lehrkräfte mit Grundlagen der (schulischen) Gesundheitsförderung und Prävention auseinander und befassen sich mit Realisierungsmöglichkeiten sowie mit verschiedenen Methoden der Suchtprävention. Als Abschluss haben die Studierenden in diesem Jahr eine zweitägige Cannabispräventionsmaßnahme an der Greifswalder Arndtschule gestaltet. Hierbei kam das Methodenset Grüner Koffer Cannabisprävention zum Einsatz, welches als evaluiertes Programm auf der Grünen Liste Prävention geführt wird.
Das Seminarangebot der RSK ermöglicht es angehenden Lehrkräften bereits während des Studiums eine Zusatzausbildung in schulischer Gesundheitsförderung und (Sucht-)Prävention zu absolvieren. In der Lebenswelt Schule sind Lehrkräfte eine wichtige Gruppe von Multiplikator/-innen, um Schüler/-innen im gesunden Aufwachsen zu begleiten und in gesundheitsförderlichen Verhaltensweisen zu stärken. Ein wichtiges Thema mit hoher Relevanz, wie nicht zuletzt verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen zur psychischen Gesundheit bei jungen Menschen oder die aktuellen Debatten zur Social-Media-Nutzung zeigen.
Die Ausbildung von studentischen Präventionsfachkräften stärkt zudem die regionale Suchtprävention im Landkreis. Zertifizierte Präventionsfachkräfte haben die Möglichkeit noch während des Studiums eigenständig Präventionsmaßnahmen in Bildungseinrichtungen umzusetzen. Der Einsatz engagierter Studierender wird durch die RSK sowie kooperierenden Suchtberatungsstellen begleitet und koordiniert.