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27.05.2026

Gute Nachrichten für den Nahverkehr auf Usedom zum 1. Juni - die VVG baut ihr Angebot weiter aus

Neue Verbindungen, mehr Mobilität und starke Nachfrage beim ILSE-Bus

Gute Nachrichten für den Nahverkehr auf Usedom zum 1. Juni - die VVG baut ihr Angebot weiter aus
Gute Nachrichten für den Nahverkehr auf Usedom zum 1. Juni - die VVG baut ihr Angebot weiter aus

Zum 1. Juni 2026 setzt die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (VVG) gleich mehrere Projekte auf der Insel Usedom um. Mit der Verlängerung der Linie 272 bis nach Peenemünde, einem neuen Ortsverkehr in Zinnowitz sowie einer positiven Zwischenbilanz des ILSE-Rufbusses entwickelt sich der öffentliche Nahverkehr auf der Urlaubsinsel schrittweise weiter. Ziel bleibt es, Mobilität für Einheimische und Gäste attraktiver, flexibler und besser erreichbar zu gestalten.
„Die positive Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs auf der Insel kommt weiter spürbar bei den Menschen vor Ort an. Die Kombination aus etabliertem Linienverkehr und flexiblen Rufbus-Angeboten ermöglicht einen attraktiven Nahverkehr und eine zeitgemäße Mobilität auf der Insel Usedom. Gleichzeitig leisten die neuen Angebote einen wichtigen Beitrag dazu, die Verkehrssituation auf der Insel insgesamt zu entspannen“, erklärte der Landrat von Vorpommern-Greifswald, Michael Sack.
„Wir wollen den öffentlichen Nahverkehr auf Usedom kontinuierlich weiterentwickeln und an die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen anpassen – sowohl für Einwohnerinnen und Einwohner als auch für Urlaubsgäste. Die neuen Angebote zeigen, dass wir gemeinsam mit den Kommunen konkrete Verbesserungen umsetzen können“, betonte auch VVG-Geschäftsführer Dirk Zabel.

Linie 272 fährt künftig bis Peenemünde
Ein zentraler Bestandteil der Neuerungen ist die Verlängerung der Linie 272 von Zinnowitz über Trassenheide und Karlshagen bis nach Peenemünde. Bereits im vergangenen Jahr hatte die VVG gemeinsam mit den beteiligten Ostseebädern damit begonnen, ein neues Verkehrsangebot für die Region auf den Weg zu bringen. Grundlage dafür war unter anderem eine gemeinsame Befahrung der Strecke mit den Bürgermeistern der Gemeinden im September 2025.
Bislang endete die Linie 272 an der Haltestelle Karlshagen Schule. Peenemünde war seit langer Zeit nicht mehr direkt mit dem Bus erreichbar. Fahrgäste konnten bislang ausschließlich die Bahnverbindung nutzen, wodurch vor allem die Bahnhöfe angebunden wurden.
Ab dem 1. Juni 2026 fährt nun wieder ein Bus bis nach Peenemünde.Dabei ermöglicht der Busverkehr eine deutlich flexiblere Erschließung des Ortes. Insgesamt werden künftig fünf Haltepunkte in Peenemünde bedient. Zum Start der Erweiterung sind zunächst werktags insgesamt zwei Fahrten am Vormittag und Nachmittag mit Verlängerung nach und von Peenemünde vorgesehen.Mit dem Angebot möchte die VVG insbesondere die touristischen Orte im Norden Usedoms besser miteinander verknüpfen und zusätzliche Mobilitätsangebote schaffen – sowohl für Tagesgäste als auch für die Bevölkerung der Region.

Neuer Ortsverkehr in Zinnowitz startet erstmals
Ebenfalls zum 1. Juni startet erstmals ein örtlicher Linienverkehr in Zinnowitz als Pilotprojekt. Die VVG erarbeitete das neue Angebot gemeinsam mit der Gemeinde und auf Wunsch des Bürgermeisters. Dabei wurden auch die anzufahrenden Haltestellen sowie der Fahrplan zusammen abgestimmt.Der neue Ortsverkehr soll die innerörtliche Mobilität verbessern und wichtige Bereiche miteinander verbinden. Dazu zählen Wohngebiete, Versorgungseinrichtungen, touristische Angebote sowie Übergänge zum regionalen Linienverkehr.Für Einwohnerinnen und Einwohner von Zinnowitz ist die Nutzung des Ortsverkehrs in der Testphase kostenfrei. Alle anderen Fahrgäste zahlen den regulären ÖPNV-Tarif in Höhe von 2,60 Euro pro Fahrt.
„Die Mobilität und Barrierefreiheit für unsere Einwohner stehen im Mittelpunkt. Um den Nahverkehr in Zinnowitz optimal für die Zukunft zu planen, nutzen wir diesen dreimonatigen Testlauf als wichtige Datenbasis. Wir ermitteln jetzt praktisch den realen Bedarf im Alltag. So schaffen wir die Grundlage für ein dauerhaft barrierefreies und verlässliches Angebot in unserer Gemeinde“, hob Fred Kruggel, Bürgermeister von Zinnowitz hervor.
Mit dem vorerst befristeten saisonalen Angebot vom 1. Juni bis zum 31. August 2026 möchte die VVG Erfahrungen sammeln und prüfen, wie sich der innerörtliche Verkehr in dem stark frequentierten Urlaubsort sinnvoll weiterentwickeln lässt.

Nachfrage nach flexiblem Rufbusangebot steigt kontinuierlich
Sehr positiv entwickelt sich weiterhin auch das Rufbus-Angebot ILSE auf der Insel Usedom, das zum 1. April auch auf die Region der Kaiserbäder ausgeweitet worden ist. Seit der Einführung Anfang Januar 2026 verzeichnet die VVG eine kontinuierlich steigende Nachfrage. Während im ersten Betriebsmonat Januar noch 293 Fahrtanmeldungen registriert wurden, stieg die Zahl bis April bereits auf 723 Buchungen an. Auch die Zahl der durchgeführten Touren und beförderten Fahrgäste entwickelte sich deutlich nach oben.
Im Januar wurden 221 Touren mit 253 Fahrgästen durchgeführt. Im Februar stieg die Zahl bereits auf 405 Fahrten mit 486 beförderten Personen. Im März wurden 478 Touren und 549 Fahrgäste registriert. Der bisher stärkste Monat war der April mit 528 Fahrten und 656 Fahrgästen. Auch im Mai setzt sich die positive Entwicklung fort. Bis zum 15. Mai wurden bereits 365 Buchungen, 272 Touren und 359 Fahrgäste verzeichnet. Insgesamt registrierte die VVG auf Usedom seit dem Start des Angebots Anfang Januar bis Mitte Mai bereits 2.494 Fahrtanmeldungen. Daraus resultierten 1.904 durchgeführte Touren mit insgesamt 2.303 Fahrgästen. „Die Zahlen zeigen deutlich, dass sich das flexible On-Demand-Angebot zunehmend im Mobilitätsalltag auf der Insel etabliert“, so Dirk Zabel.
Mit den neuen Projekten zum Sommerbeginn setzt die VVG ihren Kurs fort, den öffentlichen Nahverkehr auf Usedom Schritt für Schritt zu optimieren und weiter an die Anforderungen einer modernen Tourismusregion anzupassen. Bereits zum Jahresanfang hat die VVG auf Usedom den Busverkehr von der Usedomer Bäderbahn GmbH (UBB) übernommen.

Fahrplaninformationen:

Presseinformation der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH                              

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