Fünf neue Rettungswagen stärken die Notfallversorgung im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Der Rettungsdienst im Landkreis Vorpommern-Greifswald erhält moderne Verstärkung: Der Eigenbetrieb Rettungsdienst hat insgesamt fünf neue Rettungswagen an den DRK-Kreisverband Ostvorpommern-Greifswald e. V. sowie den ASB Regionalverband Vorpommern-Greifswald e. V. übergeben.
Die Fahrzeuge werden künftig an den Rettungswachen in Greifswald und Heringsdorf eingesetzt und ersetzen ältere Einsatzfahrzeuge.
Die neuen Rettungswagen sind Teil einer Ersatzbeschaffung von insgesamt 15 baugleichen Fahrzeugen. Als Basis dient ein Mercedes-Benz Sprinter mit 140 kW (190 PS), der mit einem modernen Wechselkoffersystem ausgestattet wurde. Dieses System bietet einen entscheidenden Vorteil: Nach der ersten Nutzungsperiode kann das Fahrgestell ersetzt werden, während der Kofferaufbau nach einer Aufarbeitung weiterverwendet wird. Dadurch lassen sich die Anschaffungskosten über zwei Fahrzeuggenerationen hinweg deutlich reduzieren. Die Investitionskosten eines Rettungswagens belaufen sich ohne medizinisch-technische Ausstattung auf rund 350.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt vollständig über die Sozialversicherungsträger und nicht über den Kreishaushalt.
„Wenn Menschen den Rettungsdienst rufen, muss jeder Handgriff sitzen. Moderne Fahrzeuge und eine leistungsfähige Ausstattung schaffen dafür die besten Voraussetzungen. Davon profitieren sowohl die Patientinnen und Patienten als auch unsere Einsatzkräfte, die täglich rund um die Uhr für die Menschen in unserem Landkreis da sind“, betont der 2. stellvertretende Landrat und Beigeordnete Dietger Wille.
Bei der Ausstattung der Fahrzeuge standen sowohl die optimale Patientenversorgung als auch ergonomische Arbeitsbedingungen für die Rettungsteams im Mittelpunkt. Gemeinsam mit den Leistungserbringern wurde das Fahrzeugkonzept kontinuierlich weiterentwickelt und an die Anforderungen des Einsatzalltags angepasst. Dazu gehört unter anderem ein elektrohydraulisches Patiententragesystem, das Patientinnen und Patienten besonders schonend transportiert und gleichzeitig die körperliche Belastung der Einsatzkräfte deutlich reduziert.
„Viele Verbesserungen sind auf den ersten Blick kaum sichtbar. Im täglichen Einsatz erleichtern sie jedoch zahlreiche Arbeitsabläufe und erhöhen sowohl den Komfort als auch die Sicherheit für Patienten und Rettungsdienstpersonal“, erklärt Prof. Dr. Timm Laslo, Leiter des Eigenbetriebes Rettungsdienst.
Alle neuen Rettungswagen verfügen zudem über modernste Sicherheits- und Assistenzsysteme und sind für den Einsatz des Telenotarztes vorbereitet. Bereits während der Versorgung vor Ort können Blutdruck, EKG, Sauerstoffsättigung sowie weitere medizinische Daten in Echtzeit an einen zugeschalteten Notarzt übermittelt werden. Bei Bedarf lassen sich zusätzlich Fotos oder Videos übertragen, um die Behandlung frühzeitig medizinisch zu unterstützen.