Erster Spatenstich für den Neubau des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums (RBB) in Greifswald
Nachdem Landrat Michael Sack am 4. Juli 2025 den Zuwendungsbescheid für den Neubau des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums (RBB) Greifswald von Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank entgegennehmen konnte, fand am heutigen Tag (16.10.2025) der feierliche erste Spatenstich des Bauvorhabens statt.
Der heutige Tag markiert somit den offiziellen Baubeginn eines der größten Bauvorhaben des Landkreises Vorpommern-Greifswald.
„Mit dem neuen Berufsschulstandort setzen wir ein wichtiges Zeichen für die positive Entwicklung der beruflichen Bildung im Landkreis“, betont Landrat Michael Sack. „Es ist mir eine große Freude, dass wir gemeinsam mit dem Land in die Fachkräfte von morgen und somit in die Zukunft der Region investieren können.“
Mit dem Neubau erfolgt eine Zusammenführung der beiden bisherigen Greifswalder Standorte des RBB (Hans-Beimler-Straße und Siemensallee) in der Siemensallee. Sämtliche Ausbildungsbereiche werden vereint, um eine optimale Auslastung der Kapazitäten zu erreichen. Es entsteht ein viergeschossiges Gebäude in Massivbauweise, das sich aus Unterrichts- und Fachräumen, Laboren sowie Werkstätten verschiedener Größen zusammensetzt. Der Gesamtkomplex wird eine Einfeld-Sporthalle, attraktiv gestaltete Außenanlagen inklusive Sitzbereichen, Sportanlagen, einem Klassenzimmer im Freien und einer Veranstaltungsfläche, die auch als Kleinspielfeld genutzt werden kann, beinhalten. Das Erdgeschoss wird durch ein großzügiges Foyer gekennzeichnet, welches gleichzeitig als Aula nutzbar ist. Darüber hinaus werden entsprechende Parkplätze für Schülerinnen und Schüler und das Lehrpersonal geschaffen.
Das Gebäude wird barrierefrei konzipiert und nutzbar sein. Alle Ein- bzw. Ausgänge werden stufen- und schwellenlos sein und durch mehrere Aufzugsanlagen ergänzt. Versorgt wird es durch das städtische Fernwärmenetz. Dazu wird eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von bis zu 90 kW installiert. Das Gebäude wird mit einer modernen Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. In Verbindung mit einer verbrauchsoptimierten Gebäudehülle, werden die gesetzlichen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes nachhaltig erfüllt.
Insgesamt bietet der Gebäudekomplex auf mehr als 14.000 Quadratmetern Raum für ca. 1.800 Schülerinnen Schüler sowie 100 Lehrkräfte. Die Grundstücksgröße insgesamt beträgt knapp 20.000 Quadratmeter.
Die veranschlagten Kosten betragen insgesamt rund 55,4 Millionen Euro, von denen das Land rund 80% aus Mitteln für den Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur in Verbindung mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung stellt.