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16.04.2025

Erste Gewässergüte-Messstation (WAMO) am Kosenowsee in Gützkow eingebracht

Mit der Einbringung der ersten digitalen Gewässergüte-Messstation (WAMO) im Kosenowsee in Gützkow ist der Startschuss für ein innovatives Umweltmonitoring im Landkreis Vorpommern-Greifswald gefallen.


Foto: Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Gützkow, des Amtes Züssow, der IKT-Ost AöR, der Firma e.Ray und des Landkreises Vorpommern-Greifswald
Foto: Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Gützkow, des Amtes Züssow, der IKT-Ost AöR, der Firma e.Ray und des Landkreises Vorpommern-Greifswald

Die Station ist Teil des Modellprojekts meer.zukunft.seen., das in Kooperation mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und der Stadt Neubrandenburg realisiert wird.

„Die moderne Technologie wird unsere Möglichkeiten im Gesundheits- und Umweltschutz deutlich verbessern“, betonte Landrat Michael Sack anlässlich der feierlichen Einbringung. „Wir setzen damit auf eine kontinuierliche, digitale Erfassung wichtiger Gesundheits- und Umweltdaten von Gewässern, die fundierte Entscheidungen ermöglichen – schnell, transparent und im Sinne der Menschen in unserer Region. Wir stehen heute am Beginn eines neuen Kapitels im digitalen Umweltmonitoring in unserem Landkreis“.

Erste Gewässergüte-Messstation (WAMO) am Kosenowsee in Gützkow eingebracht_Foto 2
Erste Gewässergüte-Messstation (WAMO) am Kosenowsee in Gützkow eingebracht_Foto 2

Die Gewässergüte-Messstationen können kontinuierlich zentrale Daten wie Wassertemperatur, Trübung, Sauerstoffsättigung, Nitratgehalt, pH-Wert sowie Chlorophyll-a – ein Frühindikator für mögliche Blaualgenblüten, messen. Die gesammelten Daten werden in Echtzeit an die zuständigen Fachstellen übermittelt und stehen beispielsweise den Gesundheits- oder Umweltbehörden zur Verfügung.

Geplant ist die Installation von insgesamt 20 Stationen – je zehn in den beiden Landkreisen. Der Kosenowsee ist der erste Standort im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Weitere Einbringungen sollen unter anderem am Kiessee Zarrenthin, am Löcknitzer See und am Schlosssee in Penkun erfolgen.

Mit den neuen Stationen kann der Zustand der Gewässer nicht nur punktuell, sondern durchgehend und witterungsunabhängig überwacht werden. „So lassen sich Veränderungen im Wasserhaushalt schneller erkennen und nötige Maßnahmen frühzeitig einleiten – etwa wenn es um Hinweise oder Verbote zum Thema Baden geht“, so Sack weiter.

Ein besonderer Mehrwert liegt in der ganzjährigen Einsatzfähigkeit der Stationen. Während klassische Wasserproben in der Regel auf die Badesaison beschränkt sind, können die WAMO-Geräte auch im Winter wertvolle Daten liefern. So können saisonale Entwicklungen besser erfasst und langfristige Auswirkungen analysiert werden.

Die Auswahl der Standorte in den Landkreisen erfolgte in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern, den Unteren Wasserbehörden, den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt sowie den beteiligten Kommunen. Die technische Umsetzung übernimmt die IKT-Ost AöR – der gemeinsame IT-Dienstleister der Landkreise Vorpommern-Greifswald, Mecklenburgische Seenplatte sowie der Stadt Neubrandenburg.

meer.zukunft.seen. ist eines von deutschlandweit 73 geförderten Modellvorhaben im Rahmen des Bundesprogramms „Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Das Projekt verfolgt das Ziel, digitale Lösungen im ländlichen Raum mit praktischer Relevanz für die Bevölkerung zu entwickeln und umzusetzen. Neben dem digitalen Umweltmonitoring gehören dazu auch Projekte wie eine Bürgerbeteiligungsplattform, E-Learning-Angebote im Ehrenamt oder virtuelle Lernwelten an Berufsschulen.

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