Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz

PM-Archiv

Seiteninhalt
09.03.2026

Branche im Dialog: Radtourismus Tage setzen Impulse für die Zukunft des grenzüberschreitenden Fahrradtourismus

Mit einer Fachkonferenz am 27. Februar 2026 in Szczecin starteten die III. Deutsch-Polnischen Radtourismus Tage.

Die Veranstaltung versammelte mehr als 100 Teilnehmende und brachte ein breites Spektrum an Akteurinnen und Akteuren zusammen – von Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung über Branchenexpertinnen und -experten bis hin zu engagierten Radsportbegeisterten.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald war Partner der Konferenz, die im Rahmen des Interreg-Projekts „Fahrradroute um das Stettiner Haff“ organisiert wurde und ein integraler Bestandteil der gemeinsamen Marketing- und Vernetzungsmaßnahmen ist. Das Projekt wird unter der Federführung der Woiwodschaft Westpommern gemeinsam mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald und dem Tourismusverband Vorpommern e.V. umgesetzt. Mit einem Gesamtvolumen von rund 4,97 Mio. Euro (davon ca. 3,97 Mio. Euro EFRE-Förderung) läuft es von 2025 bis 2027 im Rahmen von Interreg VI A. Ziel ist die Entwicklung des ersten vollständig grenzüberschreitenden deutsch-polnischen Fahrradtourismusprodukts in der Euroregion Pomerania. 

Radtourismus Tage setzen Impulse für die Zukunft des grenzüberschreitenden Fahrradtourismus_Foto 1
Radtourismus Tage setzen Impulse für die Zukunft des grenzüberschreitenden Fahrradtourismus_Foto 1

Kern des Projekts ist eine rund 300 Kilometer lange Route um das Stettiner Haff, die bestehende Radwege miteinander verbindet, infrastrukturelle Lücken schließt und die Region stärker in europäische Netze einbindet. Gleichzeitig setzt das Vorhaben auf innovative Ansätze wie digitale Anwendungen, kreative Inszenierungen entlang der Strecke sowie gemeinsame Veranstaltungen und eine gezielte internationale Vermarktung.

Die Konferenz selbst diente als zentrale Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Verwaltung, Tourismuswirtschaft, Verbänden und Wissenschaft. Im Fokus standen die Präsentation aktueller Projektfortschritte, der Austausch bewährter Praxisbeispiele sowie die Diskussion strategischer Perspektiven für die Weiterentwicklung des grenzüberschreitenden Fahrradtourismus. Darüber hinaus wurden konkrete Ansätze zur besseren Verzahnung von Infrastruktur, Marketing, Datenanalyse und nachhaltiger Mobilität erarbeitet.

Das Programm gliederte sich in die Themenblöcke strategische Entwicklung, Daten und Analysen sowie Inspirationen und Trends. Diskutiert wurden unter anderem der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in Westpommern und Mecklenburg-Vorpommern, die Bedeutung belastbarer Daten für die Verkehrsplanung sowie Fragen der Qualitätssicherung und Produktentwicklung.

Logos_Interreg+Rundweg Stettiner Haff
Logos_Interreg+Rundweg Stettiner Haff

Ein besonderer Höhepunkt war die Podiumsdiskussion zum Thema „Potenzial des Fahrradtourismus im grenzüberschreitenden Raum“. Unter der Moderation von Tadeusz Mirski diskutierten Wanda Nowotarska, Joanna Fajfer-Slosarek (Landkreis Vorpommern-Greifswald), Olivier Schneider (FIMA), Sylwia Skuta (Polnische Tourismusorganisation), Tino Freißler (ADFC) sowie Anna Gardzińska (ZROT) gemeinsam mit weiteren Fachleuten aus beiden Ländern.

Joanna Fajfer-Slosarek, Koordinatorin für internationale Zusammenarbeit, unterstrich für den Landkreis Vorpommern-Greifswald die besondere Rolle des entstehenden grenzüberschreitenden Radwegs rund um das Stettiner Haff. Dieser entwickle sich zu einem zentralen Motor für die Weiterentwicklung des Fahrradtourismus in der Region, da er nicht nur neue touristische Angebote schafft, sondern auch Impulse für andere Wirtschaftsbereiche setzt. Gleichzeitig eröffnen die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung der Route neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wirtschaft und weiteren Akteuren – über Länder- und Sektorengrenzen hinweg.

Radtourismus Tage setzen Impulse für die Zukunft des grenzüberschreitenden Fahrradtourismus_Foto 2
Radtourismus Tage setzen Impulse für die Zukunft des grenzüberschreitenden Fahrradtourismus_Foto 2

Die Konferenz hat damit deutlich gemacht, dass der Fahrradtourismus weit mehr ist als ein Freizeitangebot. Er ist ein strategisches Instrument zur wirtschaftlichen Entwicklung, zur Stärkung nachhaltiger Mobilität und zur weiteren Vertiefung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Grenzraum. Die Radtourismus Tage setzen damit ein klares Signal für die Zukunft einer vernetzten, gemeinsamen Destination rund um das Stettiner Haff.

Seite zurück