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13.07.2026

Aller.Land-Theaterresidenz an der Vorpommerschen Landesbühne

Im Rahmen der Umsetzung des Aller.Land-Projektes fand in der vergangenen Woche die erste Theaterresidenz an der Vorpommerschen Landesbühne statt. 

Zuvor hatte es bereits im März dieses Jahres eine Schülerresidenz an der Heimvolkshochschule gegeben. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald fokussiert mit „Aller.Land“ die Umsetzung einer partizipativen Kulturarbeit von Kindern und Jugendlichen, um diese als aktive Gestalterinnen und Gestalter ihrer Region zu stärken und ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten zu erweitern.

Vom 6. bis 9. Juli 2026 nahmen Schülerinnen und Schüler der Freien Schule Zinnowitz an einer kreativen Theaterresidenz teil, die Theater, Mitbestimmung und Zukunftsideen miteinander verband. Im Mittelpunkt der Residenz stand nicht die klassische Theaterarbeit, sondern die aktive Beteiligung junger Menschen. Gemeinsam mit Silke Lenz, Projektmitarbeiterin des Aller.Land-Projektes im Landkreis Vorpommern-Greifswald, entwickelten die Jugendlichen ihre eigenen Ideen für das Morgen. Ihre Wünsche, Erwartungen und Perspektiven fließen dabei direkt in den weiteren Entwicklungsprozess des bundesweiten Förderprogramms ein.

Aller.Land-Theaterresidenz an der Vorpommerschen Landesbühne
Aller.Land-Theaterresidenz an der Vorpommerschen Landesbühne

In verschiedenen Workshops lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Grundlagen des Schauspiels, freie und szenische Improvisation, kreatives Schreiben sowie den bewussten Einsatz von Körper, Stimme und Präsenz kennen. Die theaterpädagogischen Methoden dienten dabei vor allem einem Ziel: Jugendliche zu ermutigen, ihre Meinung einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Den Abschluss der Residenz bildeten gemeinsame Präsentationen der entstandenen Arbeiten sowie eine Feedbackrunde, in der die Erfahrungen ausgewertet und weitere Ideen für das Aller.Land-Projekt gesammelt wurden.

„Theater bietet jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Gedanken, Wünsche und Ideen auszudrücken. Genau diese Stimmen möchten wir im Aller.Land-Projekt hören“, so Silke Lenz. Andreas Flick, Geschäftsführer der Vorpommerschen Landesbühne ergänzt: „Wenn Jugendliche selbst gestalten, entstehen oft die spannendsten Ideen. Genau dafür wollen wir als Vorpommersche Landesbühne einen Ort bieten. Die Aller.Land-Residenz verbindet kulturelle Bildung mit echter Mitbestimmung und zeigt, dass Theater Menschen nicht nur bewegt, sondern auch zusammenbringt und Zukunft mitgestalten kann.“

Die Residenz ist Teil des bundesweiten Förderprogramms „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“, an dem der Landkreis Vorpommern-Greifswald seit 2024 teilnimmt. Ziel des Programms ist es, Kultur, demokratische Beteiligung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in ländlichen Regionen nachhaltig zu stärken. Die Vorpommersche Landesbühne bringt sich dabei neben der Heimvolkshochschule Lubmin als Projektpartner der kulturellen Kinder- und Jugendbildung in der Region ein und schafft Räume, in denen junge Menschen ihre Ideen kreativ entwickeln und sichtbar machen können.

Hintergrund:

„Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ ist ein bundesweites Förderprogramm für Kultur, Beteiligung und Demokratie in ländlichen Regionen. Gefördert wird das Programm durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) sowie das Bundesministerium des Innern.

Mit dem Aller.Land – Projekt „Jugend beteiligt-Ideen für morgen“ will der Landkreis Vorpommern-Greifswald gemeinsam mit seinen Partnern der Vorpommerschen Landesbühne Anklam und der Heimvolkshochschule Lubmin die kulturelle Kinder- und Jugendbeteiligung vor allem in ländlichen Gebieten stärken. Es sollen zugleich Brücken zwischen Jugend- und Erwachsenenwelt geschlagen werden, um Mitbestimmungsmöglichkeiten vor Ort dauerhaft zu verbessern und so die Lebensqualität in den Dörfern und Städten des Landkreises zu fördern. Die Projektlaufzeit erstreckt sich bis 2030. Mit den Fördermitteln des Bundes und des Landes stehen insgesamt ca. 1,5 Mio. EUR zur Verfügung.

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