Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz

PM-Archiv

Seiteninhalt
30.08.2024

10.000. Einsatz für den Telenotarzt - Erfolgssystem wird weiter ausgebaut

Erfolgsgeschichte Telenotarzt: Zum mittlerweile 10.000. Einsatz wurde der Telenotarzt des Landkreises Vorpommern-Greifswald per Smartphone oder Video bei Einsätzen des Rettungsdienstes hinzugezogen.

Seitdem der Eigenbetrieb Rettungsdienst die telemedizinische Unterstützung von Rettungsdiensteinsätzen im Landkreis im Oktober 2017 eingeführt hat, wurde das System fortlaufend weiterentwickelt und ausgebaut. 

10.000. Einsatz für den Telenotarzt - Erfolgssystem wird weiter ausgebaut
10.000. Einsatz für den Telenotarzt - Erfolgssystem wird weiter ausgebaut

''Der Telenotarzt ist eine Erfolgsgeschichte. Nach erfolgreicher Erprobung und Anwendung bei uns im Landkreis, ist der Telenotarzt mittlerweile zum Bestandteil der Regelversorgung geworden. Der nunmehr 10.000. Einsatz ist Zeugnis von dieser beeindruckenden Entwicklung'', so Landrat Michael Sack.

Der Telenotarzt ist im Landkreis zusätzlich zu den insgesamt zwölf Notarztfahrzeugen an elf Standorten und dem Rettungshubschrauber ''Christoph 47'' im Einsatz, um in allen Regionen eine optimale Versorgung der Patienten zu ermöglichen. Er unterstützt das Rettungsdienstfachpersonal, das vor Ort den Patienten versorgt, sowohl während der Notarzt noch auf dem Weg zum Patienten ist als auch in Fällen, in denen dieser nicht erforderlich ist.

Der Telenotarzt kann rund um die Uhr von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rettungswagen kontaktiert werden. Ihm wird der Patient vom Rettungsdienstpersonal vorgestellt, gleichzeitig kann der Telenotarzt die live übertragenen Messwerte wie Blutdruck, EKG, Sauerstoffsättigung und viele weitere mehr beurteilen. Auch Fotos können an den Telenotarzt übertragen werden, zudem hat er die Möglichkeit, den Patienten per Videokamera in Augenschein zu nehmen.

Der Telenotarzt wird beispielsweise alarmiert, um etwa bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung bereits vor Eintreffen des Notarztes an der Einsatzstelle eine lebensrettende Therapie zu beginnen oder auch wenn die Verletzung oder Erkrankung des Patienten nicht akut lebensbedrohlich ist, jedoch eine schnelle ärztliche Diagnostik oder Therapie die Situation des Patienten verbessert. Während in lebensbedrohlichen Situationen immer der Notarzt zum Patienten entsendet wird, kann in anderen Einsätzen der Telenotarzt eine wertvolle Unterstützung sein: Dies ist beispielsweise bei der Gabe von Medikamenten wie starken Schmerzmitteln oft der Fall, um den Transport in die Klinik zu verbessern. Schließlich dürfen in vielen Situationen bestimmte Medikamente im Rettungsdienst nur auf Anweisung eines Arztes verabreicht werden.

Der Telenotarzt wird ebenso bei Verlegungseinsätzen zwischen zwei Kliniken kontaktiert, wenn der Patient nicht kritisch erkrankt ist, aber von einem Arzt überwacht werden soll. Auch kommt er unter anderem zur Unterstützung des nichtärztlichen Rettungsdienstes hinsichtlich der korrekten Auswahl einer Zielklinik zum Einsatz oder um die Entscheidungsfindung zu unterstützen, wenn ein erkrankter Patient nicht in die Klinik transportiert werden möchte.

Derzeit werden aus der Greifswalder Telenotarztzentrale heraus insgesamt 17 angeschlossene Rettungswagen versorgt. Diese sind sowohl im Landkreis Vorpommern-Greifswald als auch im Landkreis Vorpommern-Rügen im Einsatz. Die Telenotärzte werden durch die Klinik für Anästhesie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin der Universitätsmedizin Greifswald gestellt. Insgesamt gibt es derzeit 22 Telenotärzte, von denen jeweils einer rund um die Uhr im Dienst ist. Der Klinikdirektor Prof. Klaus Hahnenkamp hatte das Projekt mit initiiert und angeschoben: ''Wir sind froh, dass sich unser gemeinsames Engagement für das Innovationsfond geförderte Projekt Land|Rettung gelohnt hat und der Landkreis die telemedizinische ärztliche Unterstützung in die Regelversorgung übernehmen konnte.''

Da das telemedizinische Notarztsystem als zusätzliche Komponente im Rettungsdienst sich in inzwischen über 10.000 Einsätzen bewährt hat, ist ein weiterer Ausbau angedacht. In den nächsten Jahren sollen möglichst alle Rettungswagen im Landkreis für die Zusammenarbeit mit dem Telenotarzt ausgerüstet werden. Darüber hinaus haben die Landkreise und kreisfreien Städte in Mecklenburg-Vorpommern im April 2024 gemeinsam das Telenotarztnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass eine telenotärztliche Versorgung künftig im ganzen Land über die Telenotarztzentrale in Greifswald angeboten werden kann.

Der Leiter des Eigenbetriebes Rettungsdienst im Landkreis und zugleich Vorsitzender der Lenkungsgruppe des Telenotarztnetzwerk M-V, Dr. Timm Laslo: ''Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat bei der Entwicklung und Implementierung des Telenotarztes eine deutschlandweite Vorreiterrolle eingenommen. Daher ist es umso erfreulicher, dass der Telenotarzt nun landesweit ausgeweitet werden kann.''

Seite zurück