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Hygiene und Umweltmedizin

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Badewasser

++ Informationen zum Vorkommen von Nicht-Cholera-Vibrionen im Ostseewasser ++

Anemometer zur Bestimmung der Windgeschwindigkeit © Sandra Steffen
Anemometer zur Bestimmung der Windgeschwindigkeit © Sandra Steffen

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald finden sich kilometerlange Ostseestrände, Boddengewässer, das Stettiner Haff, Seen und Flüsse, die zum Schwimmen, Baden oder anderen wassersportlichen Aktivitäten einladen.

Damit sich Einheimische und Gäste ohne Gesundheitsrisiko im Wasser aufhalten können, lässt das Gesundheitsamt im Landkreis Vorpommern-Greifswald Wasserproben von den Badestellen im Landesamt für Gesundheit und Soziales Neustrelitz untersuchen. Während der Badesaison (von 20. Mai bis 10. September eines jeden Jahres) kontrolliert das Gesundheitsamt auf der Grundlage der Vorgaben der Badegewässerverordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern mindestens einmal im Monat die Badestellen im Land.


Bildausschnitt vom Landkreis Vorpommern-Greifswald aus der Online-Badewasserkarte © LAGuS | www.badewasser-mv.de
Bildausschnitt vom Landkreis Vorpommern-Greifswald aus der Online-Badewasserkarte © LAGuS | www.badewasser-mv.de

Sicher schwimmen und Ihre Freizeit ungestört genießen ... 

Die regionale Online-Badewasserkarte zeigt eine Übersicht aller Badegewässer und Badestellen in Mecklenburg-Vorpommern sowie deren Qualitätseinstufung an.
Dazu gehört ein Kurzprofil und die Messwerte der Wasserproben der laufenen Badesaison.  Darüber hinaus werden allgemeine Informationen, unter anderem zu Parkplätzen, Sanitäranlagen, Spiel- und Sportmöglichkeiten sowie gastronomische Einrichtungen angeboten.


Barrierearme Badestellen sind ausgewählte Badestellen mit einem behindertengerechten Zugang zum Badegewässer. Eine Auflistung dieser Badestellen erhalten Sie hier.


Badestellen und Strände in Vorpommern-Greifswald

Übersicht der Badegewässer: Karte für die Region Insel Usedom (mit Nummern der Badegewässer)


Anklam
  • Ahlbeck
  • Bansin
  • Buggenhagen (Berliner See)
  • Gützkow (Kosenowsee)
  • Heringsdorf
  • Hohensee
  • Karlshagen (Campingplatz, Hauptstrand)
  • Kölpinsee (Hauptstrand)
  • Korswandt (Wolgastsee)
  • Koserow (Kurplatz, FKK Parkplatz)
  • Lütow (Campingplatz)
  • Peene, Pelsin
  • Pelsin
  • Pinnow
  • Pulow See
  • Trassenheide (Campingplatz, Hauptstrand)
  • Ückeritz (DLRG, Campingplatz)
  • Usedom, Korswandt
  • Wolgast (Dreilindengrund)
  • Zempin (Hauotzugang)
  • Zinnowitz (Hauptstrand, Campingplatz, Fischerstrand)

Greifswald

  • Freest
  • Freibad Loitz
  • Gahlkow
  • Lossin
  • Lubmin (Waldheide, Seebrücke, Teufelstein)
  • Ludwigsburg
  • Peenekanal-Loitz
  • Strandbad Eldena
  • Zarrenthin
Pasewalk
  • Altwigshagener See
  • Erdkuhle Jatznick
  • Haussee, Rothenklempenow
  • Kiessee Krugsdorf
  • Kutzow See, Plöwen
  • Löcknitzer See, Löcknitz
  • Ludwigshofer See (Ludwigshof)
  • Neusund
  • Neuwarper See, Rieth
  • Obersee, Blankensee
  • Schlosssee, Penkun
  • Schmiedegrundsee
  • Stettiner Haff (Altwarp Dorf + Siedlung, Vogelsang,
    Mönkebude, Grambien)
  • Stettiner Haff Bellin (Waldstrand, Zimmerplatz, Campingplatz)
  • Stettiner Haff Ueckermünde


Sollten Sie Vorschläge, Bemerkungen oder Beschwerden zu einzelnen Badestellen haben, wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Badewasserqualität | Blaualgen und Vibrionen

Beim Gesundheitsamt registrierte Badegewässer werden innerhalb der Badesaison in regelmäßigen Abständen geprüft: Dafür werden die Badestellen bereits kurz vor und während der Badesaison genauestens begutachtet und beprobt.
Die Notwendigkeit der Überwachung ergibt sich aus den ständig wechselnden Einflüssen auf die Badegewässer, wie zum Beispiel Stürme, Starkregen oder vermehrtes Auftreten von Wasservögeln. Oft tritt die Beeinflussung nur kurzzeitig auf. Sie kann aber auch länger anhaltend oder wiederkehrend sein. Für Badegäste mit Vorerkrankungen können solche Einflüsse möglicherweise mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein.

Blaualgen (Cyanobakterien)

Blaualgen © Iris Lange
Blaualgen © Iris Lange

Zu den kurzzeitig auftretenden Einflüssen, die auch gesundheitliche Risiken bergen können zählen Blaualgen (Cyanobakterien) und Vibrionen.

Cyanobakterien kommen natürlicherweise fast überall auf der Welt in Süß- und Brackwasser sowie im salzhaltigen Meerwasser vor. Begünstigt wird die Vermehrung wenn,

  • die Temperaturen steigen und es länger warm ist,
  • die Sonne viel scheint und es kaum Wind gibt und 
  • düngerhaltige Nährstoffe aus der Landwirtschaft in die Gewässer geraten.

Somit ideale Bedingungen für die Vermehrung der Cyanobakterien.
In den meisten Fällen ist die Wasseroberfläche grünlich oder blau-grünlich gefärbt. Teilweise ist auch eine Schlierenbildung zu erkennen oder eine wolkenartige Verteilung.


Welche Risiken bestehen?
Die Palette der möglichen Gesundheitsgefahren ist vielfältig und führt bei Kontakt mit den Blaualgen beziehungsweise der Blaualgenblüte zu:

  • Hautreizungen
  • Bindehautentzündungen
  • allergische Reaktionen

Beim Verschlucken (bis hin) zu:

  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Erkrankungen der Atemwege oder
  • Schäden an der Leber

Auch für Tiere können gesundheitliche Risiken bestehen, denn die Bakterien bilden Giftstoffe, sogenannte Toxine.


Vorsicht vor Blaualgenblüten (LAGuS)


Vibrionen

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es ein landesweites Untersuchungsprogramm zum Vorkommen für Vibrionen. Dafür nehmen die Gesundheitsämter an sieben Abschnitten in MV regelmäßig Proben, auch im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Im LAGuS werden die Wasserproben anschließend untersucht. Während der Sommermonate erfolgt die Probenentnahme alle 14 Tage. Werden Infektionen gemeldet, werden zusätzliche Wasserkontrollen durchgeführt.

Gefährdete Personen - Risikogruppen

  • Menschen ab ca. 60 Jahren, da deren Immunsystem generell schwächer wird
  • allgemein immungeschwächte Menschen, zum Beispiel
    • wegen einer Chemotherapie
    • Menschen mit chronischen Vorerkrankungen, wie Lebererkrankungen (z. B. Leberzirrhose, Hepatitis)
    • Diabetes mellitus
    • Herzerkrankungen
    • Krebserkrankungen

Besonders Personen, die offene Wunden haben, die schlecht oder gar nicht verheilen, sollten das Baden oder Wasserwaten in offenen Gewässern entlang der Küsten meiden. Auch bei kleinsten Verletzungen sollten Menschen mit einem schwachen Immunsystem lieber auf das Baden verzichten.
Sobald sich Beschwerden zeigen, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Dieser sollte unbedingt erfahren, dass die Symptome nach dem Baden oder Waten zum ersten Mal aufgetreten sind, um eine Vibrionen-Infektion als mögliche Ursache zu erkennen.

Vibrionen - Krankheitserreger in der Ostsee (LAGuS)

FAQ - Häufig gestellte Fragen und Antworten zu Vibrionen


Rechtsgrundlagen

In Mecklenburg-Vorpommern sind in der Landesverordnung über die Qualität und die Bewirtschaftung der Badegewässer die zu untersuchenden Parameter enthalten.  


Folgende Rechtsgrundlagen sind ebenfalls relevant:

Gesetz über den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGDG M-V)

Infektionsschutzgesetz (IfSG)