Schulungen für Pflegeeltern
Liebe Pflegefamilien, wir freuen uns Ihnen wieder Schulungsangebote unterbreiten zu können. Stöbern Sie gerne durch das Angebot und natürlich begrüßen wir Sie herzlich gerne in den Veranstaltungen.Bitte melden Sie sich rechtzeitig (mind. 5 Tage vorher) an:Mail: p.trelenberg@caritas-vorpommern.de oderTel.: 03971 - 20350 (bitte auf den Anrufbeantworter sprechen, falls das Büro nicht besetzt sein sollte) |
Kinder alkoholkranker Eltern und Kinder mit FASD - eine Herausforderung für Pflegefamilien
Kinder alkoholkranker Eltern erleben häufig eine Kindheit, die von Unsicherheit, Konflikten und emotionaler Belastung geprägt ist. Sie übernehmen früh Verantwortung, Gefühle wie Angst, Scham, Wut und Schuld können entstehen. Auch die Kinder können durch den Alkoholkonsum der Eltern geschädigt sein. FASD - die häufigste nicht genetisch bedingte Behinderung in Deutschland ist nur in wenigen Fällen bei Geburt erkennbar. Das Wissen darum gibt es oft bei Vermittlung in die Familien nicht. Wie empowern wir als Familien unsere Kinder, die mit dieser lebenslangen Beeinträchtigung leben müssen?
| Wann: |
Mittwoch, 16.09.2026, 18:00-20:00 Uhr |
| Wo: |
Tagesstätte der Caritas, Karl-Marx-Str. 10, Pasewalk |
| Referent: |
Dr. Manfred Blütgen, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Ueckermünde |
Begleiten statt verbieten - Medienalltag und Medienkompetenz
Kinder nutzen immer früher digitale Medien. Welche Rechte und Pflichten haben (Pflege-)eltern in Bezug auf den Schutz von persönlichen Daten des Kindes im Netz? Was sind altersgerechte Inhalte? Wo kann ich sehen, welche Seiten meine Kinder besuchen bzw. wie lassen sich Seiten mit bedenklichen Inhalten sperren? Welche Nutzungszeiten sind angebracht? Welche Anzeichen/Veränderungen an Kindern sind bedenklich?
In dieser Schulung werden wir lernen, wie wir unsere Kinder im digitalen Bereich begleiten und fördern.
| Wann: |
Donnerstag, 01.10.2026, 18:00-20:00 Uhr |
| Wo: |
Caritas, Friedländer Str. 43, Anklam |
| Referent: |
Nick Assmann, Polizeioberkommisar |
Die WF (Wurzeln / Flügel) - Methode als Entwicklungsbegleitung
Negative Emotionen wie Wut, Enttäuschung oder Angst haben einen direkten Einfluss auf unser Alltagshandeln. Oft machen sie uns das Leben schwer. Sie entstehen, wenn uns das Verhalten eines anderen in unserer Integrität verletzt hat und unser positives Selbstbild ins Wanken bringt. Partner, Kinder und Eltern sind also diejenigen Personen, die uns am häufigsten treffen. Die WF-Methode ist eine Möglichkeit, Ausgeglichenheit, Gelassenheit und Frieden in das eigene Leben zu bringen - einfach, effektiv, umfassend und nachhaltig. Wie das funktioniert, klären wir an diesem Abend. Denn wenn wir als Eltern ausgeglichen sind und ein gut verankertes positives Selbstbild mitbringen, können wir unsere Kinder viel besser in ihrer Entwicklung begleiten.
| Wann: | Montag, 12.10.2026, 18:00-20:00 Uhr |
| Wo: | Caritas - Außenstelle, Makarenkostr. 12 (Würfelanbau), Greifswald |
| Referentin: |
Dr. phil. Carolin Kreyling, Sozialpädagogin, Entwicklungsbegleiterin, Heilpraktikerin für Psychotherapie |
Verstehen statt entschuldigen
Kinder drücken unsere „roten Knöpfe“ auf vielfache Art und Weise. Wenn wir mit ihnen schwierige Momente erleben, dann können wir etwas über uns lernen. Ein Konflikt wird nicht dadurch gelöst, dass wir eine Ansage machen und den Streit beenden, sondern Lösungen finden, wie ein anderer Umgang mit schwierigen Situationen aussehen kann.
Wir wollen an diesem Abend darüber reden, wie wir unsere Triggerpunkte im Umgang mit unseren Kindern erkennen. Gemeinsam suchen wir konkrete Möglichkeiten, wie wir uns im Konfliktfall anders verhalten können und trotzdem klare Grenzen setzen.
| Wann: | Mittwoch, 04.11.2026, 18:00–20:00 Uhr |
| Wo: | Tagesstätte der Caritas, Karl-Marx-Str. 10, Pasewalk |
| Referentin: | Judith Kroy, Familien- & Paarberatung, mannaz - Dasein erleben e.V. |
Pädagogischer Umgang mit traumatisierten Pflegekindern
Viele Pflegekinder haben durch Gewalt, Verwahrlosung oder Missbrauch in der Herkunftsfamilie eine psychische Traumatisierung davongetragen. Dies äußert sich in verschiedenen Symptomen des Kindes, die Pflegeeltern oftmals ratlos und überfordert werden lassen. Um diesen Kindern im familiären Alltag hilfreich zur Seite stehen zu können, braucht es eine „andere“ Form der Erziehung: Traumapädagogik.
In dieser Fortbildung werden die Grundlagen der Traumapädagogik erläutert mit dem Schwerpunkt der praktischen Methoden und Verhaltensweisen in der Erziehung. So bekommen Pflegeeltern ein „Handwerkszeug“, um diese schwierigen Situationen förderlich bewältigen zu können.
| Wann: | Donnerstag, 05.11.2026, 17:00-20:00 Uhr |
| Wo: | online Veranstaltung – bei der Anmeldung bitte die E-Mail-Adresse zur Versendung des zur Teilnahme erforderlichen Link angeben |
| Referent: | Dr. phil. Torsten Ziebertz, Erziehungswissenschaftler und Traumapädagoge, speziell für Pflege- und Adoptivkinder, www.ziebertz-institut.de |
Das Kind und seine Familien
„Wir bekommen zwar das Kind aus der Familie, aber nicht die Familie aus dem Kind.“ (Irmela Wiemann)
Ein Pflegeverhältnis ist nicht allein als Dyade zwischen Pflegeeltern und Kind zu verstehen, die Eltern des Kindes, egal ob real anwesend oder fiktiv, spielen immer eine Rolle. Pflegekinder bringen ihre Geschichte mit und damit Menschen, die es geprägt haben. Sich auf unterschiedliche Familienkulturen einzustellen, erfordert eine hohe Anpassungsleistung, wenn es nicht sogar zu einer Überforderung führen kann. Wie können wir für das Kind unterstützen? Wo ist es wichtig zu schützen?
Wie finden Sie eine gute Balance zwischen den vielen und manchmal unterschiedlichen Erwartungen? Zu diesen und anderen Aspekten lade ich Sie ein, sich auszutauschen und Strategien zu entwickeln.
| Wann: | Samstag, 07.11.2026, 9:30-13:00 Uhr |
| Wo: | Caritas, Friedländer Str. 43, Anklam |
| Referent: | Kai Schlarbaum, Dipl.-Psychologe |
Pflegeeltern zwischen Selbstschutz und Hilfeleistung
Wenn wir uns auf Kinder einlassen, dann spüren wir deren Leid und Schmerz und fiebern bei allen Entwicklungen des Kindes mit. Wir gehen in Resonanz, stärken die Entwicklungsbereitschaft der Kinder und bekommen aber auch die kalte Dusche, wenn wir zu dicht dran sind. Dies hinterlässt Spuren in uns. Natürliche Abwehrmechanismen treten auf, innere Spannung und Stress sind Folgen davon. So wie wir uns um unsere Kinder kümmern, so müssen wir uns auch um unser Herz, um uns selbst kümmern. Denn nur so bringe ich mich immer wieder in einen Zustand zurück, in dem ich für mich, meine Familie, mein Pflegekind konstruktiv und gelassen reagieren und überblickend das Schiff nach vorne steuern kann.
In dem Seminar werden Techniken zur Zentrierung und Entspannung vermittelt, sowie Wege aufgezeigt das eigene Herz zu stimmen.
| Wann: | Samstag, 21.11.2026, 9.30-13:00 Uhr |
| Wo: | Caritas - Außenstelle, Makarenkostr. 12 (Würfelanbau), Greifswald |
| Referent: | Kai Schlarbaum, Dipl.-Psychologe |