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03.09.2026

Deutsch-polnische Zusammenarbeit im Fokus: Austausch über gemeinsame Projekte und Perspektiven

Die weitere Zusammenarbeit in der deutsch-polnischen Grenzregion, neue gemeinsame Projekte und die künftige Entwicklung der Euroregion Pomerania standen im Mittelpunkt mehrerer Gespräche und Besuche im Landkreis Vorpommern-Greifswald. 

Der Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald, Michael Sack empfing am heutigen Donnerstag (03.09.2026) Karina Dörk, Landrätin des Landkreises Uckermark, Krzysztof Lis, Landrat des Powiat Szczecinecki, und Dr. Bogdan Wankiewicz, Landrat des Powiat Wałecki.

Den Auftakt bildete ein Besuch im Zentrum für Erlebnispädagogik und Umweltbildung (ZERUM) in Ueckermünde. Michael Sack, Krzysztof Lis und Dr. Bogdan Wankiewicz informierten sich dort über die Arbeit und die vielfältigen Angebote der Einrichtung. Im Mittelpunkt stand insbesondere die Frage, welche Möglichkeiten sich für gemeinsame grenzüberschreitende Projekte in der Jugend- und Bildungsarbeit ergeben könnten.

Foto (v.l.n.r.): Michael Sack (Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald), Krzysztof Lis (Landrat des Powiat Szczecinecki), Dr. Bogdan Wankiewicz (Landrat des Powiat Walecki), Karina Dörk, (Landrätin des Landkreises Uckermark), Radoslaw Was (Leiter des Zentrums für Umweltbildung und Seensanierung), Frank Bretsch (Stellvertretender Landrat Uckermark)
Foto (v.l.n.r.): Michael Sack (Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald), Krzysztof Lis (Landrat des Powiat Szczecinecki), Dr. Bogdan Wankiewicz (Landrat des Powiat Walecki), Karina Dörk, (Landrätin des Landkreises Uckermark), Radoslaw Was (Leiter des Zentrums für Umweltbildung und Seensanierung), Frank Bretsch (Stellvertretender Landrat Uckermark)

Im Anschluss tauschten sich die drei Landräte sowie Karina Dörk über aktuelle Herausforderungen und die weitere Zusammenarbeit in der deutsch-polnischen Grenzregion aus. Eine besondere Bedeutung erhielt das Treffen auch durch die Funktionen von Michael Sack, Karina Dörk und Krzysztof Lis als Vorsitzende der Landkreistage von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Westpommern. Damit standen neben der konkreten Zusammenarbeit der beteiligten Landkreise auch gemeinsame kommunale Interessen und Perspektiven der drei Regionen im Mittelpunkt.

Thematisch ging es unter anderem um die kommende Förderperiode des Interreg-Programms und die Frage, welche Schwerpunkte für die Regionen künftig von besonderer Bedeutung sein werden. Auch die geplante Gründung des Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) Pomerania sowie die wirtschaftliche Entwicklung der Grenzregion wurden erörtert.

„Die deutsch-polnische Zusammenarbeit gehört für uns längst zum Alltag. Viele Herausforderungen beschäftigen die Kommunen auf beiden Seiten der Grenze gleichermaßen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns nicht nur über einzelne Projekte austauschen, sondern gemeinsam überlegen, wie wir unsere Region langfristig weiterentwickeln können. Der direkte Draht zwischen den Landkreisen und ihren kommunalen Spitzenverbänden ist dafür eine wichtige Grundlage“, so Landrat Michael Sack.

Zum Abschluss besuchten Michael Sack, Karina Dörk, Krzysztof Lis und Dr. Bogdan Wankiewicz die MELE Biogas GmbH in Torgelow. Dort informierten sie sich über moderne Biogastechnologien und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Kommune. Im Mittelpunkt standen dabei auch die wirtschaftlichen und ökologischen Potenziale innovativer Energielösungen für die Region.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat viele Facetten

Das Treffen knüpfte an zahlreiche bestehende deutsch-polnische Kooperationen des Landkreises Vorpommern-Greifswald an. Ein aktuelles Beispiel ist das Interreg-Projekt „Cooking into the Future“. Gemeinsam mit dem Powiat Wałecki und Berufsbildungseinrichtungen auf deutscher und polnischer Seite werden dabei berufliche Bildung, Sprachförderung und interkultureller Austausch miteinander verbunden.

Auch im Bevölkerungsschutz arbeiten deutsche und polnische Partner eng zusammen. Im Projekt „OdraClimateGuard“ kooperieren die Landkreise Vorpommern-Greifswald und Uckermark mit dem Powiat Gryfiński, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei klimabedingten Extremereignissen und neuen Tierseuchen weiterzuentwickeln.

Weitere Kooperationen bestehen unter anderem in der Kinder- und Jugendarbeit sowie beim Erlernen der jeweiligen Nachbarsprache. Die deutsch-polnische Zusammenarbeit reicht damit von Bildung und Jugend über den Bevölkerungsschutz bis zur wirtschaftlichen und regionalen Entwicklung.

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