Ausstellung »Langer Atem« am Verwaltungsstandort Pasewalk eröffnet
Am 16. September 2026 ist am Verwaltungsstandort des Landkreises in Pasewalk die Ausstellung „Langer Atem“ eröffnet worden.
Künstlerische Arbeiten und Texte rücken das Thema häusliche und sexualisierte Gewalt sowie Hilfsangebote für Betroffene in den Fokus. Ein Thema, das häufig im Verborgenen bleibt und dennoch viele Menschen betrifft.
„Häusliche und sexualisierte Gewalt dürfen nicht im Verborgenen bleiben. Die Ausstellung sensibilisiert für die Lebensrealitäten Betroffener und zeigt, wie wichtig Unterstützung und Hilfe sind. Entscheidend ist, hinzusehen, zuzuhören und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen“, sagte Karina Kaiser, Beigeordnete und Dezernentin des Landkreises Vorpommern-Greifswald, bei der Eröffnung.
„Langer Atem“ verbindet die Werke der kunstschaffenden Person S. Peikkolapsie mit Texten der Autorin S. Schötschel. Die Arbeiten geben Erfahrungen und Perspektiven von Betroffenen Raum und setzen sich zugleich mit Mut, Widerstandskraft und Hoffnung auseinander. Die Ausstellung möchte für die verschiedenen Formen und Folgen von Gewalt sensibilisieren und dazu ermutigen, genauer hinzusehen.
Entwickelt wurde die Ausstellung von der Beratungsstelle für Betroffene häuslicher Gewalt des Kreisdiakonischen Werkes Greifswald e. V. gemeinsam mit zahlreichen engagierten Akteurinnen und Akteuren und in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Arbeitskreis gegen häusliche, sexualisierte Gewalt und Stalking im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Die Organisation und Vorbereitung der Präsentation in Pasewalk erfolgte gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei auch der Blick auf konkrete Hilfe. Begleitend zur Ausstellung wurde eine Broschüre entwickelt, die über Beratungsstellen sowie Unterstützungs- und Hilfsangebote für Betroffene informiert. „Langer Atem“ verbindet damit die künstlerische Auseinandersetzung mit Informationen darüber, wo Menschen Unterstützung finden können.
Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wurden auch orangefarbene Schuhe aufgestellt, welche die betroffenen Frauen und Kinder symbolisieren. Sie stehen dafür, dass jeder Mensch individuelle Erfahrungen macht und entsprechend persönliche Beratung und Unterstützung benötigt.
Die Ausstellung ist bis Ende des Jahres 2026 am Verwaltungsstandort Pasewalk, An der Kürassierkaserne 9 zu sehen. Ihre Eröffnung stimmt zugleich auf die jährlich im November stattfindende Antigewaltwoche ein.