Aktuelles
12.09.2025 – Kreispräventionstag und Demokratiekonferenz im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Altersangemessen und auf Augenhöhe haben wir über persönliche Erfahrungen mit Demokratie und demokratischen Werten gesprochen. Es ist nicht überraschend, dass viele Jugendliche außer den Wahlen zum Amt des Klassensprechers/der Klassensprecherin wenig Berührungspunkte mit der institutionellen Seite von Demokratie hatten. Demokratische Werte jedoch waren den Jugendlichen näher: Vielen war es wichtig, sich frei äußern zu können und auf Nachfrage, was es dafür braucht, kamen Antworten wie Offenheit für andere Meinungen, Respekt, die Bereitschaft, seine Meinung zu vertreten bzw. überhaupt erst mal eine Meinung zu entwickeln. Auch die Frage, warum Mitbestimmung wichtig ist, war greifbar, erleben die Jugendlichen sich doch in vielerlei Hinsicht nicht an Entscheidungsprozessen beteiligt und manchmal mit den Ergebnissen unzufrieden. Parallel zu den Gesprächen haben wir abgefragt, was den Jugendlichen bei uns im Landkreis fehlt. Der Einfachheit halber haben wir eine Vorauswahl getroffen anhand der aktuellen Diskussionen über Bedarfe von Jugendlichen im ländlichen Raum. Ein Punkt auf jedem Blatt stammt von uns, um die Methode zu verdeutlichen und die Schwelle für die Beteiligung noch niedriger zu machen. Das wurde bei der Auszählung berücksichtigt. Hier ist das Ergebnis:
1. Gutes WLAN im Dorf (inkl. Bus und Bahn)/bessere Netzabdeckung fürs Handy: 68 Stimmen
2. Mobilität/selbstständig überall hinkommen: 29 Stimmen
3. Mehr Freizeitangebote: 25 Stimmen
4. Hilfsangebote, wenn es einem nicht gut geht: 19 Stimmen
5. Berufliche Zukunftsperspektiven: 15 Stimmen
6. Beteiligung an politischen Entscheidungen: 12 Stimmen
Man kann in dieser – nicht repräsentativen – Umfrage erkennen, dass den teilnehmenden Jugendlichen ein Ausbau der Infrastruktur besonders wichtig ist. Politische Beteiligung scheint nur für wenige ein wichtiges Anliegen zu sein. Nun ist diese Verteilung nicht überraschend. Die Dinge, auf die Jugendliche im Alltag angewiesen sind, scheinen einfach eine unmittelbarere Bedeutung zu haben.
Bemerkenswert ist, dass sich immerhin 19 Jugendliche dazu entschieden haben, ihren Punkt bei den fehlenden Hilfsangeboten zu machen.
Insgesamt lief der erste öffentliche Auftritt unserer neu gegründeten Partnerschaft recht gut. Wir nehmen auf jeden Fall positive Erfahrungen mit, aber auch Dinge, die wir beim nächsten Mal besser machen können.
Zum Aufbau des Jugendforums sind wir aktuell noch auf der Suche nach jungen Menschen im Alter von 14 bis 21 Jahren, die sich in die Gestaltung des Jugendforums einbringen möchten. Interessierte können sich an die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft wenden. Weitere Informationen finden Sie unter dem Punkt „Jugendforum“.