6000. Einsatz für den Telenotarzt - Erfolgssystem wird ausgebaut6000 Einsätze - so oft wurde der Telenotarzt des Landkreises Vorpommern-Greifswald per Funk oder Video bereits bei Einsätzen des Rettungsdienstes hinzugezogen. Seitdem der Eigenbetrieb Rettungsdienst die telemedizinische Unterstützung von Rettungsdiensteinsätzen im Landkreis im Oktober 2017 eingeführt hat, ist das System zu einem festen Bestandteil der notfallmedizinischen Versorgung geworden. Der Telenotarzt kann rund um die Uhr von Mitarbeitern im Rettungswagen kontaktiert werden. Ihm wird der Patient vom Rettungsdienstpersonal vorgestellt, gleichzeitig kann der Telenotarzt die live übertragenen Messwerte wie Blutdruck, EKG, Sauerstoffsättigung und viele weitere mehr beurteilen. Auch Fotos können an den Telenotarzt übertragen werden, zudem hat er die Möglichkeit, den Patienten per Videokamera in Augenschein zu nehmen. Der Telenotarzt ist im Landkreis zusätzlich zu den insgesamt zwölf Notarztfahrzeugen an elf Standorten und dem Rettungshubschrauber "Christoph 47" im Einsatz, um in allen Regionen eine optimale Versorgung der Patienten zu ermöglichen. Der Telenotarzt wird ebenso kontaktiert, wenn der Patient nicht kritisch erkrankt ist, aber bei einer Verlegung zwischen Kliniken von einem Arzt überwacht werden soll. Auch kommt er unter anderem bei Fragen zur Diagnostik zum Einsatz, wie beispielsweise der EKG-Auswertung, um organisatorische Unterstützung zum Beispiel bei der Voranmeldung im Krankenhaus zu bieten oder um die Entscheidung zu unterstützen, wenn eine erkrankter Patient lieber nicht in die Klinik transportiert werden möchte. Derzeit werden aus der Greifswalder Zentrale heraus von insgesamt 12 Telenotärzten, von denen jeweils einer rund um die Uhr im Dienst ist, insgesamt 17 angeschlossene Rettungswagen versorgt. Diese sind sowohl im Landkreis Vorpommern-Greifswald als auch im Landkreis Vorpommern-Rügen im Einsatz. Da das telemedizinische Notarztsystem als zusätzliche Komponente im Rettungsdienst sich in inzwischen über 6.000 Einsätzen bewährt hat, ist ein weiterer Ausbau angedacht. In den nächsten Jahren sollen möglichst alle Rettungswagen im Landkreis für die Zusammenarbeit mit dem Telenotarzt ausgerüstet werden. Auf dem Foto ist Telenotarzt Dr. Peter Brinkrolf zu sehen. |
| 28.07.2021 |
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