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Landkreis Vorpommern-Greifswald

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NSG 51 Burgwall Rothemühl

 

NSG 51 Burgwall Rothemühl
NSG 51 Burgwall Rothemühl

Lage: Westlich der Landstraße Strasburg-Rothe­mühl, ca. 9 km nordöstlich von Strasburg

Größe: 45 ha

Gemeinden: Rothemühl

Unterschutzstellung: 10.10.1963

Schutzzweck: Schutz und Erhalt eines bedeutsa­men Bodendenkmals und eines Moorkomplexes.

 

 

 

 

Beschreibung: Den Kern des Schutzgbietes bil­det die etwa 20 ha große slawische Höhenburg. Diese liegt auf einer 125 m hohen Stauchend­moräne, der nach dem nahen Örtchen Rosen­thal benannten Staffel. Sie ist mit Buchenwald bewachsen und von diesem umgeben. Im Nord-teil befindet sich ein 7 ha großes Kesselmoor in einer breiten Toteishohlform.

Funde belegen eine Besiedlung dieser Erhebung schon während der Bronzezeit. Die aktuelle Be­waldung existiert vermutlich seit Aufgabe der Burg, zumindest für das Jahr 1780 ist sie be­legt. Bis auf eine kleine Fläche am Ostrand ist die Waldfläche des NSG durch die Behandlungs­richtlinie als Naturwald geschützt und wird, nach einer ungenehmigten Durchforstung im Jahr 1980, forstlich nicht mehr genutzt.

Die Waldgesellschaft ist vorrangig durch die Buche geprägt. In Abhängigkeit von den Stand­ortverhältnissen treten der Perlgras- oder der Schattenblumen-Buchenwald auf.

Im Kesselmoor kommen Torfmoose, Sumpf-Schlangenwurz, Moosbeere (RL V) und Rundblättriger Sonnentau (RL 3) vor. Ein weite­res Kesselmoor befindet sich im Nordostteil, an das sich ein Bruchwald anschließt. An den Hän­gen der Wallanlage treten auch Winter-Linde, Sommer-Linde, Trauben-Eiche und Elsbeere auf.

Im Gebiet sind Kamm- (RL 2) und Teichmolch (RL 3), Rotbauch- (RL 2) und Wechselkröte (RL 2) sowie Zaun- (RL 2) und Waldeidechse (RL 3) nachgewiesen. Mehrfach wurde der Sieben­schläfer (RL 3) beobachtet. Schwarz- und Bunt­specht sind Brutvögel, ebenso der Wendehals (RL 2). An Tagfaltern finden sich u.a. Schwalben­schwanz (RL 3) und Wachtelweizen-Schecken­falter (RL 2).

Öffentliche Nutzung: An der Straße von Stras­burg nach Rothemühl befindet sich eine Aus­flugsgaststätte mit einem Parkplatz, an dem eine Tafel über die Geschichte des Burgwalls informiert. Von hier aus führt ein Wanderweg durch das Gebiet.