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Haffküste
© Achim Froitzheim / LK V-G 

UniDorf in Penkun: Einwohner diskutieren über die Zukunft der vorpommerschen Stadt

Im Rahmen des UniDorf-Projekts schauten sich Studierende der Hochschule Neubrandenburg zusammen mit Professor Peter Dehne die kleine Stadt Penkun an. Sie sprachen mit den Einwohnern und entwarfen kreative Stadtbilder mit Kindern und Jugendlichen. Die Sicht der Menschen vor Ort und ein neutraler Blick von außen – diese Mischung, für die UniDorf-Projekte seit 2010 stehen, brachte auch für den kleinen Ort an der Grenze zu Polen und Brandenburg interessante Ideen für die Zukunft.

Zukunftswerkstatt in Penkun: Bürgerinnen und Bürger gestalten die Zukunft ihrer Stadt

Diskutiert wurden diese während der Zukunftskonferenz in der Aula der Regionalen Schule – der Höhepunkt des zehnten UniDorfs. Während der Konferenz wurde zunächst einmal über Probleme gesprochen. Es ging um die schlechte Finanzlage, um Bevormundung, um fehlenden öffentlichen Nahverkehr in der Grenzregion, um schlechte Straßen und um die unsichere Zukunft der Regionalschule und die bürokratische Förderpolitik. Hier konnten die Bürgerinnen und Bürger jede Menge Frust rauslassen.

Die Laune der Teilnehmer verbesserte sich jedoch schlagartig als es von der Kritikphase in die Phantasiephase überging. Aufgabe war es hier, positive Schlagzeilen für Penkun im Jahr 2035 zu erfinden. Die Ideen der Teilnehmer deckten das ganze Spektrum der Regionalentwicklung ab, etwa die Errichtung eines Campingplatzes und die Aufwertung fahrradtouristischer Angebote. Viele wünschten sich eine kulturelle Nutzung des Schlosses und eine stärkere Einbindung Penkuns in den deutsch-polnischen Raum. Eine starke Bildungslandschaft vor Ort wurde ebenso als notwendiger Faktor für Zuzug gesehen wie die Entwicklung von attraktivem Bauland. Nicht alles davon wird sofort umsetzbar sein, aber als wichtigstes Ergebnis dieses Abends

Zukunftswerkstatt in Penkun: Kinder gestalten Strandbad-Idee

bleibt auf jeden Fall die Erkenntnis, dass die Menschen der kleinen Stadt trotz widriger Umstände vieles in der eigenen Hand haben und mit ihren Ideen optimistisch in die Zukunft blicken können.

Das UniDorf-Projekt wurde vom Landkreis Vorpommern-Greifswald unterstützt und soll einen Positivimpuls für die zukünftige Entwicklung geben. Die Ergebnisse der Zukunftskonferenz sollen zusammen mit den Ideen der Kinder zur Verschönerung der Badestelle und des Slawendorfes und den Planvorschlägen der Studierenden, etwa zur Entwicklung des Schlossbergareals, in einer Broschüre zusammengefasst werden. Ausgewählte Projekte können im Rahmen des lokalen Bildungsmanagements durch den Landkreis und die Hochschule Neubrandenburg weiterbegleitet werden.

Zukunftswerkstatt in Penkun: Prof. Peter Dehne diskutiert mit Einwohnern überdie Zukunft des Ortes