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10.04.2025

Schulleiterkonferenz zur digitalen Bildung

Digitale Bildung ist das zentrale Thema der Schulleiterkonferenz, zu der Landrat Michael Sack eingeladen hatte.

Schulleiterkonferenz zur digitalen Bildung_Foto 1
Schulleiterkonferenz zur digitalen Bildung_Foto 1

Etwa 45 Schulleiterinnen und Schulleiter beziehungsweise ihre Stellvertreter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und der IKT-Ost trafen sich im Lilienthal-Gymnasium in Anklam, um über Schule und digitale Ausstattung sowie Unterrichtsgestaltung zu sprechen. Aus guten Grund: Denn die Digitalisierung über alle Schularten hinweg ist ein komplexer Prozess mit herausfordernden technischen, organisatorischen und pädagogischen Aspekten. Befragungen haben gezeigt, dass es im Landkreis einen großen Bedarf an Unterstützung und Beratung zu diesem Thema gibt.

In seiner Eröffnung sprach Landrat Michael Sack davon, dass digitale Bildung ein entscheidender Baustein für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in der Region ist: „Digitalisierung entscheidet darüber, ob junge Menschen in unserer Region bleiben oder nicht. Als Landkreis haben wir in den vergangenen Jahren gezielt in Infrastruktur investiert, unter anderem in den Breitbandausbau, Endgeräte für Lehrkräfte und Schüler sowie Fortbildungen für pädagogisches Personal. Das gilt es weiter zu gestalten, um unsere Region noch attraktiver zu machen. Wir müssen zu einer Kultur der Digitalität in Schule kommen.“

Im ersten Vortrag ging es um „Kurskorrektur statt Rückschritt – Eine Chance für die Zukunft“. Der schwedische Bildungsexperte Martin Bieber zeigte auf, dass Schweden lange als Vorreiter in der Digitalisierung des Bildungswesens galt, in den vergangenen Jahren jedoch erkannt wurde, dass der ausschließliche Fokus auf digitale Medien nicht die gewünschten Lernergebnisse brachte. Studien, darunter die des renommierten Karolinska-Instituts, zeigten auf, dass eine übermäßige Nutzung digitaler Medien im Unterricht den Wissenserwerb beeinträchtigen kann. Dies führte zu einer Neubewertung der Bildungsstrategie, bei der analoge Lernmittel wieder verstärkt integriert wurden. Martin Bieber erläuterte, wie Schweden die Balance gefunden hat und welche Lehren der Landkreis Vorpommern-Greifswald daraus ziehen kann, um eine effektive und ausgewogene Bildungsstrategie zu entwickeln. Dabei geht es nicht um einen Rückschritt, sondern um eine reflektierte Weiterentwicklung: Wie können digitale und analoge Lernmittel so kombiniert werden, dass sie den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler optimal unterstützen?

Schulleiterkonferenz zur digitalen Bildung_Foto 2
Schulleiterkonferenz zur digitalen Bildung_Foto 2

Der Erfahrungsbericht aus dem Landkreis „Digitale Bildung in der Regionalschule“ zeigte, dass die „Schule am Bodden“ aus Neuenkirchen in unserer Region zu den Vorreitern im Bereich digitale Bildung gehört. Der stellvertretende Schulleiter Felix Paul Schulz präsentierte Erfahrungen seiner Schule und gleichzeitig Herausforderungen beim Lehren und Lernen mit iPads in Kombination mit bewährten Methodiken. Darüber hinaus wurde im Vortrag aufgezeigt, welche Rolle das Kreismedienzentrums auf die digitale Entwicklung und die Unterrichtsgestaltung der Schule hat.

In der anschließenden Podiumsdiskussion sprachen Landrat Michael Sack, die stellvertretende Schulleiterin des Schlossgymnasiums Gützkow, Katrin Söder; der stellvertretende Schulleiter des Lilienthal-Gymnasiums Anklam, Christoph Puttnins; Felix Paul Schulz, stellvertretender Schulleiter der Schule am Bodden in Neuenkirchen; Kreisschülersprecher Oskar Miller vom Deutsch-Polnischen Gymnasium Löcknitz; Susann Jörgensen, Schulleiterin der Pestalozzischule Greifswald und der Korczak-Schule in Wolgast sowie Carsten Berkenhagen, Leiter des Amtes für Kultur, Bildung und Schulverwaltung, darüber, welche Bedeutung digitale Bildung für die Zukunftsfähigkeit des Landkreises Vorpommern-Greifswald hat.

Schulleiterkonferenz zur digitalen Bildung_Foto 3
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Ziel der Veranstaltung war es, einen Impuls zu liefern für Selbstreflexion und für den gemeinsamen systematischen Austausch. Dabei wurden auch Fragen beleuchtet, wie: Wo steht der Landkreis? Wo soll die Reise hingehen? Und können wir den Landkreis Vorpommern-Greifswald gemeinsam als Leuchtturmregion in Mecklenburg-Vorpommern etablieren?

„Wir wollen wissen, was die Schulen in unserem Landkreis benötigen und dementsprechende Angebote entwickeln, um Lehrkräfte zu befähigten, die in den vergangenen fünf Jahren in allen Schulen des Landes angeschaffte IT-Technik für die Gestaltung des Unterrichts gut nutzen zu können“, betonte Landrat Michael Sack. Nachdem mit der Umsetzung des Digtalpaktes der Focus zunächst auf IT-Ausstattung und -Infrastruktur gelegen habe, bestehe die Herausforderung für die Lehrkräfte nun darin, die Technik für die Gestaltung des Unterrichts einzusetzen. Dabei wird das Kreismedienzentrum unterstützen.

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