Großprojekt in Loitz kommt voran!
Die Sanierung der ehemaligen Grundschule in Loitz zu einem modernen Förderzentrum nimmt weiter Gestalt an – auch wenn es auf der Baustelle zwischenzeitlich Herausforderungen gab.
Landrat Michael Sack ließ sich vor wenigen Tagen über den aktuellen Stand des Projekts informieren. Die Umbaumaßnahme ist Teil einer landesweiten Strategie zur Stärkung der sonderpädagogischen Förderung in Mecklenburg-Vorpommern.
Ein wichtiger Meilenstein war die Übergabe des Zuwendungsbescheides am 6. Februar 2024. Nach der Genehmigung des Doppelhaushalts 2024/2025 im Mai konnten erste Vergaben erfolgen. Die vorbereitenden Arbeiten zur Gebäudeentwässerung begannen im September 2024, der eigentliche Baubeginn erfolgte Ende Oktober. Aktuell sind zahlreiche Gewerke gleichzeitig auf dem Gelände tätig: Fachkräfte aus den Bereichen Elektro, Heizung, Sanitär, Abbruch, Trockenbau, Tischlerei, Dachdecker- und Zimmererhandwerk sowie Gerüstbau arbeiten parallel. Ein großer Kran kam kürzlich zum Einsatz, um Materialien für die Dacharbeiten zu heben.
Trotz intensiver Vorbereitungen und Planungen kam es zu Verzögerungen: Drei Ausschreibungen für den Rohbau blieben zunächst erfolglos. Zudem traten im Dachgeschoss erhebliche Mängel zutage, die auf unsachgemäße frühere Ausbauarbeiten und Schädlingsbefall zurückzuführen sind. Ein hinzugezogener Holzschutzgutachter stoppte daraufhin einzelne Arbeiten, bis Klarheit über die notwendigen Maßnahmen bestand. Auch beim Abbruch des Sanitärtraktes und des Foyers kam es zu unvorhergesehenen Herausforderungen – typische Begleiterscheinungen bei komplexen Altbausanierungen.
Insgesamt investiert der Landkreis rund 11,1 Millionen Euro in das neue Förderzentrum. Die Bauzeit ist auf rund ein Jahr veranschlagt. Wenn alle Arbeiten wie geplant abgeschlossen werden können, ist ein Schulstart zum neuen Schuljahr 2026/207 realistisch.
Am Standort Loitz entsteht damit ein zukunftsweisender Lernort: Aus der bisher in Behrenhoff untergebrachten Förderschule entsteht ein modernes Förderzentrum mit dem Schwerpunkt auf der emotionalen und geistigen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Die künftige Schule wird barrierefrei sein, eine eigene Turnhalle und Mensa erhalten sowie eine moderne Außenanlage mit Schulgarten und Sportmöglichkeiten. Nach der Fertigstellung soll das Zentrum eines von drei geplanten Förderkompetenzzentren im Land Mecklenburg-Vorpommern sein – ein Ort, der jungen Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf beste Bedingungen zum Lernen, Wachsen und Wohlfühlen bieten wird.