Erstes Telenotarzt-Anwendertreffen in Mecklenburg-Vorpommern: Austausch und Zukunftsperspektiven
Seit über sechs Monaten sind Rettungswagen mit dem landesweit eingeführten Telenotarzt-System im Einsatz, um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen.
Am vergangenen Donnerstag (20.03.2025) fand nun im Landratsamt das erste Telenotarzt-Anwendertreffen in Mecklenburg-Vorpommern statt.
Die Veranstaltung brachte Fachkräfte aus dem Rettungsdienst, den Leitstellen und den Ärztlichen Leitungen zusammen, die aktiv an der inhaltlichen Gestaltung des Treffens in Form von Workshops mitwirkten. Im Fokus standen praxisnahe Fragen zur optimalen Nutzung des Systems: Wann ist die Alarmierung eines Telenotarztes medizinisch sinnvoll? Welche Informationen erhält der Telenotarzt aus der Ferne? Und wie sollte die Kommunikation sowie die Patientenübergabe zwischen Rettungsdienst und Telenotarzt idealerweise ablaufen?
Zusätzlich bereicherten zwei Impulsvorträge das Programm zur rechtlichen Sicherheit im TNA-Einsatz und Chancen und Potenziale des Telenotarztes der Zukunft.
Ein Blick in die Zukunft verdeutlichte die wachsende Bedeutung des Telenotarzt-Systems: Ab dem 01.01.2026 werden über 1,2 Millionen Menschen durch mehr als 80 Telenotarzt-Rettungswagen in Mecklenburg-Vorpommern versorgt.
„Das Anwendertreffen war eine ideale Plattform für Vernetzung, Erfahrungsaustausch und innovative Ideen. Durch Veranstaltungen wie diese schaffen wir Vertrauen in die noch relativ neue Technik und tragen zur Stärkung der medizinischen Versorgung im gesamten Bundesland bei“, fasst Prof. Dr. Timm Laslo, Vorsitzender der Lenkungsgruppe Telenotarzt-Netzwerk M-V, zusammen.
Die Planungen für das nächste Anwendertreffen im Jahr 2026 haben bereits begonnen.