Ämtertour 2026 gestartet: Landrat Michael Sack unterwegs im Amt Lubmin
Landrat Michael Sack hat seine Ämterbereisungen im Amt Lubmin fortgesetzt. Ziel der Termine ist es, mit Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen, Entwicklungen unmittelbar kennenzulernen und konkrete Anliegen aufzunehmen – aus Wirtschaft, Bildung, Infrastruktur und dem kommunalen Alltag.
Handwerk im Wandel: HAB Gebäudetechnik setzt auf Innovation und Transparenz
Erste Station der Ämterbereisung war die HAB Gebäudetechnik GmbH in Brünzow. Der seit Jahrzehnten in der Region verwurzelte Handwerksbetrieb steht für technische Gebäudeausrüstung in den Bereichen Elektro-, Heizungs- und Sanitärtechnik sowie für moderne Lösungen rund um Energieeffizienz und erneuerbare Energien.
Im Austausch mit Geschäftsführer Klemens Saß ging es nicht nur um klassische Handwerksthemen wie Auftragslage, Material- und Preisentwicklungen oder den wachsenden Fachkräftebedarf. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie sich betriebliche Abläufe künftig noch effizienter und transparenter gestalten lassen.
HAB arbeitet derzeit unter anderem an innovativen Software-Lösungen, die interne Prozesse optimieren und zugleich für mehr Nachvollziehbarkeit und Transparenz gegenüber den Kundinnen und Kunden sorgen. Digitalisierung wird hier als praktisches Werkzeug verstanden – um Arbeitsabläufe zu vereinfachen, Ressourcen gezielter einzusetzen und Qualität dauerhaft zu sichern.
Der Besuch machte deutlich: Das Handwerk im Landkreis verbindet Erfahrung mit Innovation. Betriebe wie HAB zeigen, wie sich traditionelle Gewerke weiterentwickeln, um auch künftig ein verlässlicher Arbeitgeber, Ausbildungsbetrieb und Partner für die Region zu bleiben.
Fischerei zwischen Tradition und Markt: Besuch bei der Fischereigenossenschaft „Peenemündung“ in Freest
Im Rahmen seiner Ämterbereisung hat Landrat Michael Sack die Fischereigenossenschaft „Peenemündung“ in Freest besucht und sich vor Ort über die Arbeit eines der traditionsreichsten Fischereibetriebe der Region informiert. Die Genossenschaft ist seit Jahrzehnten fest an der Peenemündung verankert und prägt die Fischerei im Küsten- und Boddengebiet des Greifswalder Boddens maßgeblich.
Im Mittelpunkt des Besuchs standen Gespräche zur aktuellen wirtschaftlichen Lage der Fischerei, zu Vermarktungsstrukturen sowie zu den Rahmenbedingungen, unter denen die Betriebe heute arbeiten. Dabei ging es auch um die Frage, wie regionale Wertschöpfung gesichert und die Fischerei als Teil der regionalen Wirtschaft und Identität langfristig erhalten werden kann.
Die Fischereigenossenschaft „Peenemündung“ verbindet Fang, Verarbeitung und Logistik an einem Standort und beliefert unter anderem Großabnehmer sowie den regionalen Handel. Dieses Zusammenspiel aus Erfahrung, handwerklichem Können und klaren Strukturen ist ein wichtiger Faktor für die Stabilität des Betriebs.
Die Fischerei im Küsten- und Boddenraum ist ein prägender Bestandteil der Region, steht jedoch zugleich vor vielfältigen Herausforderungen. Veränderte Marktbedingungen, wirtschaftlicher Druck und strukturelle Anpassungen erfordern langfristig verlässliche Rahmenbedingungen. Der Besuch diente dazu, diese Perspektiven aufzunehmen, den Austausch zu vertiefen und die Bedeutung stabiler Strukturen für die Fischerei in Vorpommern-Greifswald zu unterstreichen.
Neuer Treffpunkt in Lubmin/ Rubenow bei EWN: „Onkel Ben’s“ belebt den Standort
Ein weiterer Termin führte zur Kantine „Onkel Ben’s“ in Lubmin, die seit dem Neustart öffentlich zugänglich ist. Das Angebot richtet sich nicht nur an Beschäftigte am Standort, sondern auch an Gäste aus der Region – und trägt damit zur Belebung und Attraktivität des Umfelds bei.
Im Gespräch mit dem Betreiber Ben Arnold ging es um das Konzept, den Aufbau des Betriebs und die Erfahrungen seit dem Start. Thematisiert wurden zudem Fragen der Personalgewinnung, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Gastronomie sowie die Rolle solcher Angebote als Treffpunkt im Alltag – gerade dort, wo Arbeitsplätze, Betriebe und Infrastruktur eng zusammenwirken.
Solche Projekte zeigen, dass Standortentwicklung nicht nur aus großen Investitionen besteht, sondern auch aus Angeboten, die Alltag und Versorgung verbessern und Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen.
Wirtschaftsfaktor mit Weitblick: Hafen Vierow im Fokus der Ämterbereisung
Zum Abschluss der Ämterbereisung im Amt Lubmin hat Landrat Michael Sack den Hafen Vierow besucht. Im Mittelpunkt standen die wirtschaftliche Bedeutung des Hafenstandorts sowie Fragen der infrastrukturellen Weiterentwicklung. Als wichtiger Faktor für Industrie, Logistik und regionale Wertschöpfung bietet der Hafen Perspektiven für Beschäftigung und zukünftige Investitionen.
Im Austausch ging es unter anderem um Flächenpotenziale, logistische Anbindungen und die Voraussetzungen für weitere wirtschaftliche Entwicklungen im Hafenumfeld. Der Besuch unterstrich die strategische Rolle des Hafens als Standortfaktor für die Region.
Den Abschluss der Ämtertour bildete eine Bürgersprechstunde sowie ein gemeinsamer Austausch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Amtes Lubmin. Dabei standen kommunale Themen, aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für die weitere Entwicklung des Amtes im Fokus.