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Fachtagung zur Vermeidung freiheitsentziehender Maßnahmen in der Pflege

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In Kooperation mit dem Amtsgericht Pasewalk und unter der Schirmherrschaft der Justizministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Katy Hoffmeister, findet am 18. März 2019 nach 2013 nun die zweite Fachveranstaltung zu den Themen "Freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege reduzieren 2.0", "Werdenfelser Weg" und "ReduFix" – Stand der Umsetzung im Amtsgerichtsbezirk Pasewalk – statt.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Betreuung, Recht, Politik, Aufsichtsbehörden sowie interessierte Bürger und Bürgerinnen. Der Fachtag findet in Torgelow statt.

Immer mehr Menschen sind im Alter und bei Krankheit auf professionelle Pflege und Betreuung angewiesen. Dies ist eine Herausforderung an alle Akteure. Es kommt dabei immer wieder zur Anwendung von freiheitseinschränkenden Maßnahmen, die in das Menschen- und Freiheitsrecht der Betroffenen massiv eingreifen. Für eine menschenwürdige Pflege ist es jedoch unbedingt erforderlich, körpernahe Fixierungen, wie Bauchgurte, aber auch Bettseitenteile und Stecktische etc., auf ein Minimum zu reduzieren.

Neben der ausreichenden Ausstattung mit Pflegekräften sind insbesondere der "Werdenfelser Weg" und "ReduFix" wichtige Ansätze zur Vermeidung freiheitseinschränkender Maßnahmen. Dabei ist der "Werdenfelser Weg" ein betreuungsgerichtlicher Ansatz, der einerseits die Haftungsproblematik für die Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen und andererseits freiheitseinschränkende Maßnahmen durch den Einsatz speziell qualifizierter Verfahrenspfleger bei den Betroffenen erheblich reduzieren kann. Seinen Ursprung hat er im Landkreis Garmisch Partenkirchen; mittlerweile ist er in ganz Deutschland verbreitet (https://werdenfelser-weg-original.de).

Das Projekt "ReduFix" stellt die Pflegekräfte und die Betroffenen gemeinsam in den Mittelpunkt. Durch Wissensvermittlung über Ursachen und Folgen der Durchführung freiheitseinschränkender Maßnahmen und Sensibilisierung über alternative Handlungsmöglichkeiten gelingt es, auf Fixierungen zu verzichten (http://www.redufix.de/).

Nachdem sich seit der ersten Veranstaltung im Jahr 2013 nicht nur der Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichtes Pasewalk erheblich erweitert hat, sondern in vielen Einrichtungen auch neue Mitarbeiter tätig sind, soll durch die jetzige Veranstaltung sowohl eine Grundlagenvermittlung, wie auch eine Auffrischung der Grundlagen und ein Erfahrungsaustausch nach fünf Jahren Praxis ermöglicht werden.

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