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Good Pracitices

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Good Pracitices - so digital sind wir schon

Die Idee zur Sammlung von Good-Practice-Beispielen entstand im Rahmen des Modellvorhabens Smarte.Land.Regionen. Dem Prozess zur Entwicklung der Digitalisierungsstrategie ging eine intensive Bestandsanalyse voraus, in der zahlreiche Stakeholder und Projekte mit Digitalisierungsbezug identifiziert wurden. Es gibt viele Ideen und innovative Projekte, die bei der Lösung der Herausforderungen mithilfe digitaler Anwendungen im Landkreis unterstützen können. Sie sind oft nur nicht bekannt.

Sie setzen gerade ein Projekt mit Digitalisierungsbezug um und möchten drüber auf dieser Seite informieren? Oder kennen Sie ein Projekt, dass auch andere interessieren könnte? Kontaktieren Sie uns gerne, wir freuen uns darauf, die Liste der Good Practices kontinuierlich zu erweitern.

ILSE-Bus

Getreu dem Motto: "Bei ILSE braucht man keinen Plan, bei ILSE ruft man einfach an!" ist das Konzept des ILSE-Busses einfach erklärt.

Der ILSE-Bus fährt immer von montags bis freitags in der Zeit von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr, außer an gesetzlichen Feiertagen. Die Buchung kann ganz nach Wunsch per Telefon (03976 / 240 240), Smartphone oder via Internet (www.ilse-bus.de) vorgenommen werden. Die Fahrt muss spätestens eine Stunde vor gewünschter Abfahrtszeit angemeldet werden. Dabei wird mit Hilfe einer intelligenten Software geprüft, ob in einem Zeitfenster von 30 Minuten vor bzw. nach dem Fahrtwunsch ein bestehendes Fahrplanangebot der Linienbusse existiert. Sollte dies der Fall sein, so wird der Kunde auf den Linienbus verwiesen. Gibt es jedoch keine feste Bedienung, kann der Fahrgast mit dem ILSE-Bus kreuz und quer zwischen allen Haltestellen in den ILSE-Gebieten fahren.

Fahrten innerhalb der Städte Demmin, Jarmen, Torgelow, Pasewalk und Strasburg werden nicht angeboten. Allerdings ist der ILSE-Bus auch als Zubringer zum Linienbus nutzbar.

ILSE Bus © Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH
ILSE Bus © Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH

Es handelt sich bei diesem digitalen Rufbus um ein ergänzendes Angebot zum bestehenden Linienverkehr der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH, der ohne Fahrplan und Linie im ländlichen Raum ganz nach den Mobilitätswünschen der Kunden verkehrt.

Er ist aktuell buchbar in den Gebieten und Orten der Ämter Peenetal/Loitz, Jarmen/Tutow, Torgelow/Ferdinandshof und Pasewalk/ Strasburg sowie landkreisübergreifend zu und in den Gebieten der Mecklenburgischen Seenplatte im Raum Strasburg/Woldegk, Ferdinandshof/Schwichtenberg und Loitz/Demmin.

Die Innovation

Die Steuerung und Bündelung einzelner Fahrtwünsche erfolgt automatisiert über eine Buchungssoftware.

Ursprung

Diese innovative Bedienform entstand aus dem Modellvorhaben "Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen".

ArtiFarm

Künstliche intelligenz in der Landwirtschaft

Künstliche Intelligenz findet schon lange nicht mehr nur in Science-Fiction-Filmen statt, sondern hat konkrete Anwendungsfälle, wie zum Beispiel in der Landwirtschaft in den Landkreisen Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte. Hier bietet die Künstliche Intelligenz (KI) Plattform einen enormen Nutzen für Landwirte, die durch die neue Düngermittelverordnung unter hohem Druck stehen, Pflanzenschutzmittel zu reduzieren.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt ArtIFARM - Artificial Intelligence in Farming – setzt genau an dieser Stelle an: Die Technologie soll helfen, Pflanzenschutzmittel effektiver einzusetzen und die CO2-Bilanz der einzelnen Betriebe zu verbessern.

Doch auch darüber hinaus sollen Daten das Leben der Landwirte vereinfachen: Zum Beispiel soll durch intelligentes Feld-Aussaatmanagement mittels Aufnahme und Verarbeitung von Daten die Effizienz der landwirtschaftlichen Produktion von der Aussaat bis zur Ernte gesteigert werden.

ArtiFARM - Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft © ArtiFARM
ArtiFARM - Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft © ArtiFARM


Ein virtueller Maschinenpark soll Transparenz und Verfügbarkeit von Landwirtschaftsmaschinen bieten. Damit haben die Landwirte Zugriff auf Maschinen und Geräte, die nicht in jedem Betrieb dauerhaft zur Verfügung stehen können. Eine KI rechnet dabei im Voraus aus, wann welche Maschinen wo eingesetzt werden kann und ob sich hierfür die im Projekt zu entwickelnden, autonomen Systeme eignen.

Darüber hinaus sollen intelligente Beschaffungs- und Vertriebsgemeinschaften entstehen. Durch computergestütztes, gemeinsames Handeln soll es möglich sein, sich am internationalen Markt Vorteile zu verschaffen.

Das Projekt ist derzeit ein Bündnis aus über 30 regionalen und überregionalen Partnern, den Hochschulen Stralsund und der Hochschule Neubrandenburg sowie der Universität Greifswald und veranschaulicht, wie man durch Digitalisierung wichtige Akteure aus der Wissenschaft, Landwirtschaft und Wirtschaft vereint, um nachhaltige Lösungen zu schaffen.

Digitale Patientenorientierung der Universität Greifswald

Mobil und selbstbestimmt - für alle!

Besonders in Zeiten der Corona-Pandemie soll sich der Kontakt zu Personen oder Objekten, wie Türgriffen, innerhalb eines Krankenhauses auf ein notweniges Minimum reduzieren. Mit einer Navigations-App sollen sich Mitarbeitende, Patienten und Patientinnen sowie Besucher und Besucherinnen unkompliziert im Gebäude der Universitätsmedizin Greifswald orientieren können und auf kürzestem Weg zu ihrem Ziel finden. Somit können unnötige Kontakte bei der Suche nach dem richtigen Weg vermieden werden. Dabei bietet die App die Möglichkeit auch eine persönliche Auswahl zu treffen und sich beispielsweise die schnellste Route ohne Treppen anzeigen zu lassen.

Die digitale Patientennavigation ermöglicht die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Sie wird mit speziellen Modi für Menschen mit einer Seh- oder Gehbehinderung entwickelt werden. In einem ersten Schritt wurde bereits die analoge Wegeleitung digitalisiert und die App gemeinsam mit 13 Mitgliedern des Blinden- und Sehbehinderten Verein MV e.V. getestet, um die Barrierefreiheit der Anwendung sicherzustellen. Weiterhin mussten für die digitale Navigation zahlreiche drahtlose Zugangspunkte, sogenannte Access Points, im Gebäude installiert werden, welche die im Freien übliche Navigation über Satelliten ersetzen. In einem zweiten Schritt werden bereits vorhandene Handhygienespender mit Sensoren ausgestattet, um zum einen die Handhygiene am Spender selbst zu tracken und zum anderen die Live-Navigation weiter zu optimieren. Schlussendlich ist geplant, das zuvor entwickelte digitale Ökosystem für weitere Tracking-Anwendungsfälle zu nutzen, wie beispielsweise das Verfolgen von Geräten oder Personen.

Digitale Patientenorientierung Universitätsmedizin Greifswald © Manuela Janke, Universitätsmedizin Greifswald
Digitale Patientenorientierung Universitätsmedizin Greifswald © Manuela Janke, Universitätsmedizin Greifswald


Im Sommer 2021 wurde die Unimedizin für ihre innovative Idee mit dem Deutschen Mobilitätspreis als einer von zehn Preisträgern unter dem Wettbewerbsmotto "intelligent unterwegs: Daten machen mobil" für ihre Navigations-App ausgezeichnet.

Das Projekt wird gemeinsam mit den Projektpartnern Catchup Applications KG und GWA Hygiene GmbH umgesetzt.

Weitere Informationen zur digitalen Patientennavigation finden Sie unter folgenden Links:
Deutscher Mobilitätspreis - Digitale Patientenorientierung
NavigationsApp für Greifswalder Unimedizin

Telenotärzte Vorpommern-Greifswald

Als drittgrößter Landkreis Deutschlands ist Vorpommern-Greifswald von weiten Wegen und einer geringen Bevölkerungsdichte geprägt. Das macht auch die Notfallversorgung zu einer Herausforderung. Der bodengebundene Einsatz von Rettungswagen kostet aufgrund langer Wege viel Zeit. Die Kapazitäten für Hubschraubereinsätze sind begrenzt.

Mit dem Projekt "Land|Rettung" wurden daher mithilfe digitaler Lösungen Einsatzszenarien entwickelt, die die bestmögliche Notfallversorgung nachhaltig sichern sollen. Zentrale Akteure der Umsetzung sind die Integrierte Leitstelle des Landkreises, die Universitätsmedizin Greifwald sowie die beauftragten Rettungsdienste.

Ausrüstung des Telenotarztes © Andreas Schössow, Landkreis Vorpommern-Greifswald
Ausrüstung des Telenotarztes © Andreas Schössow, Landkreis Vorpommern-Greifswald

Telenotärzte kommen dann zum Einsatz, wenn keine lebensbedrohliche Indikation vorliegt. Gleichzeitig wird damit die Verfügbarkeit "physischer" Notärzte und -ärtzinnen gesteigert. Seit dem Start im Oktober 2017 erfolgten mehr als 6.000 Einsätze von Telenotärzten.

Es gibt fünf grundsätzliche Einsatzszenarien für den "Telenotarzt":

  • Überbrückende Einsätze: In diesem Fall übernehmen Telenotärzte die Begleitung der Notfallsanitäterinnen und -sanitäter vor Ort bis zum Eintreffen des "physischen" Notarztes bzw. der Notärtzin. Damit wird die Übergangszeit überbrückt.
  • Primäre Einsätze: Telenotärzte können die Versorgung der Patienten und Patientinnen remote übernehmen, wenn keine lebensbedrohliche Indikation vorliegt. In diesen Fällen kann auf den Einsatz eines physischen Notärztes bzw. einer Notärtzin verzichtet werden. In einigen Fällen kann die Behandlung auch ausschließlich ambulant erfolgen, sodass auch die Notaufnahmen entlastet werden.
  • Nachforderung der Telenotärzte: Um Unsicherheiten bei der richtigen Diagnose zu vermeiden, eine Zweitmeinung einzuholen oder die beste Zielklinik zu ermitteln, können Telenotärzte im Einsatz nachgefordert werden. Auf diese Weise können (junge) Notärztinnen und -ärzte vor Ort durch weiterführende Einschätzungen und Informationen unterstützt und die Patientensicherheit insgesamt verbessert werden.
  • Organisation und Begleitung von Verlegtransporten: Telenotärzte können die Begleitung von Verlegtransporten übernehmen, bei denen eine Ärtzin oder ein Arzt anwesend sein muss. Auf diese Weise kann die Patientensicherheit gewährleistet und die "knappe Ressource" der Notärztinnen und -ärzte für die Einsätze genutzt werden, in denen "physische" Notärzte erforderlich sind.
  • Übergabe vor Ort im Klinikum durch den Telenotarzt: Die Übergabe an die Ärzte und Ärztinnen kann inklusive sämtlicher Dokumentationen bis zu drei Stunden in Anspruch nehmen. In dieser Zeit sind Notärzte bzw. Notärtzinnen im Notfall nicht verfügbar. Um Entlastung und schnellere Einsatzfähigkeit herzustellen, können Telenotärzten diese Übergabe übernehmen.

Die Erfahrungen zeigen, dass Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende ein hohes Vertrauen in die Telenotärzte haben. Daher soll der "Telenotarzt" auch auf andere Regionen in Mecklenburg-Vorpommern ausgeweitet werden.

Technisch basiert der "Telenotarzt" auf einer Telenotarztzentrale im Universitätsklinikum und einer zusätzlichen Ausstattung des Rettungswagens. Damit wird eine durchgängige Kommunikation mit den Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern und die Übertragung sämtlicher Informationen an die Telenotärzte sichergestellt.

Schafe vorm Fenster

Als Schafe vorm Fenster UG erarbeiten wir digitale Lösungen speziell für den ländlichen Raum. Ein Projekt darunter ist »Die digitale Terminliste für die Dörfer in Vorpommern-Greifswald«. Erfahre, was wann und wo in Deinem Dorf passiert - einfach per Smartphone ist hier die Devise.

Logo der Schafe vorm Fenster UG © Schafe vorm Fenster UG
Logo der Schafe vorm Fenster UG © Schafe vorm Fenster UG

Wir wollen das Dorfleben in Vorpommern-Greifswald möglichst in seiner ganzen Breite digital darstellen. Bürgermeister-Sprechstunde, Feuerwehrfeste, ÖPNV, mobile Händler (Bäckerauto, mobiler Supermarkt, Friseur usw.), stationäre Händler, Müllentsorgungstermine, Dorffeste, Gottesdienste, Dorfnews etc. Für unser Dorf Schlatkow haben wir bereits eine gute Datenansicht, die Sie hier ansehen können. 

Wir wollen ein zielgerichteter und aktueller Kanal in die Dörfer hinein sein. Dabei ist unser Ansatz, dass jeder Anbieter seine Termine selbst verwaltet. Anbieter/-innen steht damit eine hochaktuelle Kommunikations- und Werbeplattform bereit. Sie können ihre Verkaufstermine, Angebote, Öffnungszeiten usw. direkt im Kontext eines Dorfes platzierern und erreichen damit effektiv ihre Zielgruppe. Mit Fokus auf das einzelne Dorf und die direkte Umgebung wird ein aktueller Überblick über kommerzielle und gesellschaftlich-kulturelle Themen geschaffen. Ergänzt durch Micronews werden verschiedene Interessen der Einwohner angesprochen.

Weitere Informationen findest Du auf der Webseite www.schafe-vorm-fenster.de oder auf Twitter (@schafeamfenster).

Smart Doerp

Smart Doerp e.V. © Smart Doerp e.V.
Smart Doerp e.V. © Smart Doerp e.V.

Die Perlenkette von CoWorking-Spaces im Ländlichen Raum

Keine ist wie die andere, jede Perle hat ihre eigene Ausstrahlung! Mit Perlen meinen wir Räume digitalen Wirkens, sozialen Miteinanders, inspirierenden Austauschs – verabredet oder eher zufällig. Mit Kaffee oder Chai Latte.

Smart Doerp e.V. – der Verein hat sich gegründet, um Erfahrungen, Kompetenzen, Eigenarten zu bündeln, aus ihnen zu schöpfen und dann doch den ganz eigenen Weg zu gehen. Unter dem Dach der Marke entwickeln sich CoWorking-/CoLiving-Spaces, die unterschiedlicher nicht sein könnten: liebevoll restaurierte Gutshäuser und Scheunen, Tiny-Houses, eine alte Schule oder einfach das Eckhaus am Rande des Dorfkerns, das mit der Digitalisierung seine neue Bedeutung findet. Eins haben sie alle gemeinsam:

Sie sind "smart", weil sie typisch ländliche Funktionen der Dörfer mit digitalen Arbeits- und modernen Lebensformen verknüpfen, die über regionale Wertschöpfungsketten in stabile Ökosystemleistungen und verbesserte Lebensqualität münden.
Sie sind "Doerp", weil ihnen das soziale Zusammenspiel zwischen tradierten (ansässigen) und eher urbanen (hinzugekommenen) Lebens- und Arbeitsformen wichtig ist, sie zum sozialen und gesellschaftlichen Leben im Dorf beitragen und mit ihren angebotenen Produkten die regionale Identifikation befördern.

Wer bei CoWorking an einen Schreibtisch mit Internet-Anschluss denkt, liegt hier falsch. Längst überholen vielfältigste Nutzungsmöglichkeiten die ersten Ideen vom entspannten Arbeiten auf dem Land: angefangen beim Gedanken, Leben und Arbeiten mit Urlaubs- und Familienangeboten zu kombinieren, Gruppenevents oder Klausuren des Unternehmens abseits des Großstadtalltags durchzuführen, elementare Versorgungseinrichtungen aufleben zu lassen bis hin zu Konzepten einer modernen medizinischen Betreuung – mit den technischen Voraus-setzungen gibt es eigentlich keine Grenzen mehr. Einzig das Öffnen der Menschen, und da ist es egal ob "Landei" oder "Stadtflüchter", passiert nicht mit dem Breitbandausbau. Hier bedarf es einer feinfühligen Kommunikation, des gegenseitigen Erwärmens oder sogar Begeisterns für eine Idee – wie eh und je. Und grade dieser Aspekt gehört zum Anspruch von Smart Doerp.

Der Ländliche Raum hat Platz.
Und seine Bewohner "Ländlichen Charme".
Über die Digitalisierung finden wir noch viel mehr Ländliches.
Wir haben gemeinsam die Chance, den Ländlichen Raum für uns zu gestalten.

Sie möchten mehr erfahren?

www.smart-doerp.de

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