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Haffküste
© Achim Froitzheim / LK V-G 

Sozialministerin Drese und Landrätin Dr. Syrbe unterzeichnen Zuweisungsvertrag für Modell »Neustrukturierung der Beratungslandschaft im Landkreis Vorpommern-Greifswald«

Das dreijährige Modellvorhaben erprobt neue und aufeinander abgestimmte Strukturen von Beratungsleistungen und berücksichtigt dabei die Sozialplanung des Landkreises. Das Sozialministerium stellt dafür in den kommenden drei Jahren insgesamt ca. 2,7 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung, der Landkreis Vorpommern-Greifswald etwa 2,58 Millionen Euro.

Ministerin Drese und Landrätin Syrbe

© Anke Radlof / LK V-G

Ministerin Drese und Landrätin Dr. Syrbe zeigten sich auf der heutigen Auftaktveranstaltung in Greifswald überzeugt, dass das Modellvorhaben zu einer für Bürgerinnen und Bürger in allen Regionen des Kreisgebietes gut erreichbaren, langfristig stabilen und qualitativ hochwertigen Angebotsstruktur führt. Es umfasst die Allgemeine soziale Beratung, Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Sucht- und Drogenberatung, Migrationsberatung, Beratung von Menschen mit Behinderungen sowie Beratung für sexuelle Gesundheit und Aufklärung.

Die Beratungshäuser/-zentren werden an den Standorten Greifswald, Anklam, Pasewalk und Wolgast angesiedelt. Zusätzlich gibt es acht zugeordnete Außenstellen.

»Die neu konzipierten Beratungsangebote stellen die Ratsuchenden und deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt«, verdeutlichte Drese. So sollen etwa verschiedene Träger gemeinsam und fachübergreifend ein Beratungszentrum betreiben, um Klienten bezogen mehrere Beratungsarten unter einem Dach anzubieten und sich untereinander zu unterstützen.

Drese: »Dieses Konzept ist an das System der Polikliniken angelehnt. Zudem soll sich die allgemeine soziale Beratung auch zu einer Eingangs- und Verweisberatung in jedem Beratungszentrum entwickeln - vergleichbar einem Hausarzt, der weitergehende fachmedizinische Hilfen organisiert.«

Landrätin Syrbe sagte: »Ich freue mich, dass der Startschuss für eine neue Struktur der Beratungslandschaft erfolgt, da so insbesondere die Angebote im ländlichen Raum gerechter verteilt werden. Früher gab es einen deutlichen Überhang von Beratungsstellen in den Städten.«

»Wir haben mit vereinten Kräften monatelang daran gearbeitet, die Akzeptanz für die neue Beratungslandschaft zu stärken«, betonte der Sozialdezernent des Landkreises, Dirk Scheer. »Hier galt es, in vielen Einzelgesprächen gute Argumente vorzubringen und dicke Bretter zu bohren! Ich freue mich, dass wir dies gemeinsam geschafft haben«, so Scheer.

Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern