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Haffküste
© Henry Beiermann / LK V-G 

»Kita-Gipfel« zusammen mit der Stadt Greifswald hat bereits im Juli stattgefunden

Kreis unterstützt Kommune aktiv bei Schaffung zusätzlicher Kita-Plätze

Der aus den Reihen der Greifswalder Bürgerschaft vehement eingeforderte »Kita-Gipfel« für die Hanse-, Universitäts- und Kreisstadt hat – bei näherer Betrachtung – längst stattgefunden, nämlich bereits am 5. Juli 2017.
An diesem Tag kamen die Verantwortlichen von Stadt und Kreisverwaltung auf Anregung des Landkreises Vorpommern-Greifswald zusammen, um künftige Bedarfe aus der Kita-Planung für Greifswald und die daraus resultierenden Maßnahmen der Stadt abzustecken.

Kinder beim Spielen

Seitdem gab es noch mehrere Gespräche zwischen Kreis und Stadt, bei denen die Bedarfe an zusätzlichen Kita-Plätzen für die nahe Zukunft thematisiert wurden. Im Ergebnis der daraus resultierenden öffentlichen Diskussion zeichnen sich jedoch abweichende Interpretationen darüber ab, welche Aufgaben die Kommunalverfassung welcher der beiden Verwaltungen zuweist.

Um künftigen Missverständnissen bei der Anpassung der Kita-Kapazitäten in Greifswald vorzubeugen, seien die Pflichten des Landkreises noch einmal kurz dargestellt:

»Die Kreisverwaltung nimmt auf Grundlage der von den Kommunen gelieferten Daten die Kita-Bedarfsplanung vor. Sie prüft und genehmigt Anträge für Kita-Erweiterungen sowie für den Bau zusätzlicher Einrichtungen. Eine neue Kita erhält ihre Betriebserlaubnis vom Landkreis.
Auch Einrichtungen von Tagespflegepersonen müssen vom kreislichen Jugendamt geprüft und genehmigt werden«, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim. Zusätzlich reicht die Kreisverwaltung, sofern diese vorhanden sind, Fördermittel aus Programmen des Bundes aus, mit deren Hilfe Kindertagesstätten erweitert oder neu errichtet werden können.

»Darüber hinaus haben wir in den vergangenen Monaten wiederholt das Gespräch mit mehreren Greifswalder Kita-Trägern gesucht, um herauszufinden, ob sie bereit sind, zusätzliche Kapazitäten in der Universitäts-, Hanse- und Kreisstadt zu schaffen«, sagte Froitzheim. Mit all diesen Aktivitäten stehe die Kreisverwaltung der Stadt unterstützend zur Seite, um einen Ausbau der Einrichtungen zu ermöglichen, der tatsächlich an den künftigen Bedarfen ausgerichtet ist.

»Dafür, die Kitas auszubauen, die sich in städtischer Trägerschaft befinden, neue Einrichtungen zu planen und mit Greifswalder Trägern von Kitas über mögliche Kapazitätserweiterungen zu verhandeln ist gemäß Kommunalverfassung (§ 2, Abs. 2 – eigener Wirkungskreis!) eindeutig Aufgabe der Stadt selbst«, betonte der Sprecher.
Idealerweise, so Froitzheim, würden sich alle Greifswalder Kitas beim Kita-Portal des Landkreises registrieren. Diese kostenlose Service-Einrichtung der Verwaltung werde über das Internet angeboten und biete die Möglichkeit für alle Beteiligten – Kommunen, Kreis und Eltern – freie Plätze und benötigte Bedarfe genau festzustellen.

Eine »Warteliste beim Kreis«, wie von der Gleichstellungsbeauftragten der Universität kolportiert, existiere indes nicht. Wartelisten wie freie Plätze würden von den einzelnen Kindertageseinrichtungen selbst verwaltet sowie anfragenden Eltern auch ausschließlich von den Kitas selbst mitgeteilt.